Presse & Archiv


Dein Klub macht den offiziellen Werbe-Film für den Stuttgarter Filmwinter

Wand 5 hat Dein Klub beauftragt, zum Motto "Handarbeit" einen knapp einminütigen Trailer zu drehen. Über 30 Klub-Gäste betätigten sich daraufhin im Oktober 2012 am Basteln von Requisiten, mehreren, zum Teil äußerst komplexen und langwierigen Animations-Einsätzen unter den Landschaftsmodellen, die auf einer mehretagigen Klappstuhlbasis aufgebockt von unten bedienbar waren, sowie an den analogen Philipp-Glass-Nachempfindungen für ein zeitgerafftes Koyannisqatsi-Remake zur Geschichte von Stuttgart 21

Das Ergebnis läuft derzeit auch auf der website www.filmwinter.de

Bilder gibt es hier auch von der Installation der Bauten im Foyer des Festivals mit einer professionellen Legende, die beispielsweise die Turner-Brezel erklärt.

Bilder vom FiWi 2013

fiwi01.jpg image/jpeg
72426 Bytes
01/11/2013 02:37:28 PM
fiwi02.jpg image/jpeg
145916 Bytes
01/11/2013 02:37:32 PM
fiwi03.jpg image/jpeg
71926 Bytes
01/11/2013 02:37:31 PM
fiwi04.jpg image/jpeg
97325 Bytes
01/11/2013 02:37:34 PM
fiwi05.jpg image/jpeg
91834 Bytes
01/11/2013 02:37:30 PM
fiwi06.jpg image/jpeg
94065 Bytes
01/11/2013 02:37:35 PM
fiwi07.jpg image/jpeg
59420 Bytes
01/11/2013 02:37:23 PM
fiwi08.jpg image/jpeg
69108 Bytes
01/11/2013 02:37:24 PM
fiwi09.jpg image/jpeg
57456 Bytes
01/11/2013 02:37:25 PM
fiwi10.jpg image/jpeg
76179 Bytes
01/11/2013 02:37:26 PM
fiwi11.jpg image/jpeg
67221 Bytes
01/11/2013 02:37:27 PM

Auf dem Diskurs-Festival im Exkurs-Zwischenraum Gießen

Nach seinem Rauswurf an der Kapellentür erklimmt "Jack" das Deck der ersten Klasse und versucht "Rose" aus den Klauen der Reichen und Hohlen zu befreien, aber erst nach einem weiteren Kaffeekränzchen ist das hinreißendste Mädchen bereit, ihr Feuer an den Bug zu tragen und den Adlerflug der Liebe zu wagen. Zwei unvergessliche heiße Nächte im wilden Hessen.

Bilder aus Gießen 2012

gi01.jpg image/jpeg
67725 Bytes
08/24/2012 05:36:51 PM
gi02.jpg image/jpeg
64273 Bytes
08/24/2012 05:36:52 PM
gi03.jpg image/jpeg
65520 Bytes
08/24/2012 05:36:53 PM
gi04.jpg image/jpeg
57997 Bytes
08/24/2012 05:36:54 PM
gi05.jpg image/jpeg
59141 Bytes
08/24/2012 05:36:55 PM

Auf dem Festival inact in der Hall des chars, Strasbourg

Auf dem Festival INACT drehten 90 Darsteller/innen während 22 Drehstunden die gesamte restliche Party in der Dritten Klasse, das Frühstück danach, die Korsettszene, sowie den ersten Schwenk in den Gottesdienst nach.
www.lasemencerie.org

Bilder aus Strasbourg 2012

Stb01.jpg image/jpeg
44207 Bytes
05/18/2012 11:48:14 AM
Stb02.jpg image/jpeg
41668 Bytes
05/18/2012 11:48:15 AM
Stb03.jpg image/jpeg
43300 Bytes
05/18/2012 11:48:15 AM

Mit Oberwelt im Kunstzentrum Karlskaserne, Ludwigsburg

Im Rahmen der Mitglieder-Ausstellung "friendly fire" finden in den östlichen Stallungen der Karlskaserne in der Hindenburgstraße 29 die bisher kältesten Außendrehs bei Temperaturen um den Gefrierpunkt statt. Als Drehtage stehen bisher fest: Sonntag, 12. 2., 19. 2., Samstag, 25. 2., 14 bis 19 Uhr, Sonntag, 26. 2. 11 bis 16 Uhr
Zur Debatte stehen auch noch der 3. und 4. 3.
An den bisherigen Terminen ließen sich die Teilnehmerinnen dennoch nicht abschrecken, das Gewimmel in den diversen Treppenhäusern und die spitzen Dialoge im Salon der ersten Klasse zu geben.

Bilder aus Ludwigsburg 2012

LuBu01.jpg image/jpeg
66884 Bytes
02/22/2012 12:25:30 AM
LuBu02.JPG image/jpeg
78473 Bytes
02/22/2012 12:25:29 AM
LuBu03.JPG image/jpeg
69133 Bytes
02/22/2012 12:25:28 AM
LuBu04.JPG image/jpeg
77259 Bytes
02/22/2012 12:25:24 AM
LuBu05.JPG image/jpeg
86077 Bytes
02/22/2012 12:25:26 AM
LuBu06.JPG image/jpeg
58015 Bytes
02/22/2012 12:25:25 AM
LuBu07.jpg image/jpeg
59646 Bytes
02/22/2012 12:25:23 AM


Mit Fugitif im Sublab Leipzig 2011

Auf Einladung des Residency-Projekts Fugitif bewältigte im Sublab ein mehrsprachiges Set in Leipzig den gesamten Showdown zwischen Molly und der Aristokratie im Salon, den verhängnisvollen Vertragsabschluss von Titanic 21 und die heißen Speichelflugszenen in der Abendglut. Fugitif-Gastkuratorin und langjährige Darstellerin aller WW-Teile, Marlène Perronet hatte den in dieser Nacht von Orkantief "Joachim" umtosten Ort im Uhrenturm des Westwerks mit wunderbar engagiertem Mittagessen für die Dreharbeiten erschlossen.

Leipzig 2011

Bilder aus Leipzig 2011

L01.jpg image/jpeg
38635 Bytes
12/18/2011 06:34:25 PM
L02.jpg image/jpeg
33397 Bytes
12/18/2011 06:34:26 PM
L03.jpg image/jpeg
45798 Bytes
12/18/2011 06:34:26 PM
L04.jpg image/jpeg
57780 Bytes
12/18/2011 06:34:27 PM
L05.jpg image/jpeg
53876 Bytes
12/18/2011 06:34:28 PM
L06.jpg image/jpeg
46455 Bytes
12/18/2011 06:34:29 PM
L07.jpg image/jpeg
66457 Bytes
12/18/2011 06:34:29 PM
L09.jpg image/jpeg
53941 Bytes
12/18/2011 06:34:30 PM
L10.jpg image/jpeg
57273 Bytes
12/18/2011 06:34:31 PM
L11.jpg image/jpeg
16786 Bytes
12/18/2011 06:34:32 PM
L12.jpg image/jpeg
70238 Bytes
12/18/2011 06:34:32 PM
L13.jpg image/jpeg
61529 Bytes
12/18/2011 06:34:33 PM
L14.jpg image/jpeg
52288 Bytes
12/18/2011 06:34:34 PM
L15.jpg image/jpeg
61581 Bytes
12/18/2011 06:34:35 PM
L16.jpg image/jpeg
47118 Bytes
12/18/2011 06:34:36 PM
L17.jpg image/jpeg
58557 Bytes
12/18/2011 06:34:37 PM

Parallel-Screening in der Waschstraße 2011

Die Königin der Nacht öffnete an drei Abenden ihre Blüte ganz. In der Waschstraße von Edition Randgruppe in der Türlenstraße in Stuttgart hatten am 13., 14. und 16. Juli 2011 alle Teile gleichzeitig die Gelegenheit, sich im direkten Widerschein ihrer Vorlagen bis zum aktuellen Stand der Dreharbeiten zu entfalten. So synchron.
Ein großes Standbilder-Tableau versammelte die best moments in einer Installation der analogen Printrahmungen mit dem Charakter zwischen Schlafzimmerschrankwand, Pfefferkuchenhäuschen und Altar. Beste Stimmung bei Linsen, Hering aus der Dose und Popcorn. Generationen von Autor/inn/en versammelten sich im Glanz ihrer ausgewaschenen
Darsteller-Tatoos, bevor sich das Projekt für Sommer wieder in die Kleinteiligkeit der Dreharbeiten zurückzog.

Bilder von der Waschstraße

wasch01.jpg image/jpeg
33855 Bytes
07/14/2011 06:43:55 PM
wasch02.jpg image/jpeg
40314 Bytes
07/14/2011 06:43:56 PM
wasch03.jpg image/jpeg
40737 Bytes
07/14/2011 06:43:56 PM
wasch04.jpg image/jpeg
58383 Bytes
07/14/2011 06:43:57 PM
wasch05.jpg image/jpeg
77072 Bytes
07/14/2011 06:43:58 PM

1. Partizipationale 2011, Poly Karlsruhe

Absturz und Rettung von "Rose" mit anspruchsvollen Stunts beschäftigte das Set auf der Ersten Internationalen Partizipationale, auf der der Klon vertreten war.

Bilder von der 1. Partizipationale

2011KAparti01.jpg image/jpeg
63276 Bytes
05/31/2011 05:55:19 PM
2011KAparti02.jpg image/jpeg
64716 Bytes
05/31/2011 05:55:17 PM
2011KAparti03.jpg image/jpeg
105262 Bytes
11/17/2011 01:36:08 PM

Walpodenakademie Mainz 2011

"Tun Sies nicht!" Nach einem Masseneinstieg mit der Rempelszene, in der die weinende "Rose" übers Deck fliegt und auf ca. 35 Metern Kamerafahrt etliche ältere Herrschaften in Aufruhr versetzt, folgten akrobatische Klettereinstellungen aus der Vogelperspektive mit dunkel sprudelndem Kielwasser in der Tiefe, sowie unzählige intime und atemberaubende Einstellungen an der Heckreling.

Bilder von der Walpodenakademie

mainz201101.jpg image/jpeg
41546 Bytes
04/05/2011 04:12:51 PM
mainz201102.jpg image/jpeg
28167 Bytes
04/05/2011 04:12:51 PM
mainz201103.jpg image/jpeg
49202 Bytes
04/05/2011 04:12:52 PM
mainz201104.jpg image/jpeg
37201 Bytes
04/05/2011 04:12:52 PM
mainz201105.jpg image/jpeg
62037 Bytes
04/05/2011 04:12:53 PM


UND#6, Karlsruhe 2011

In ca. 50 Drehstunden an fünf Tagen (8. bis 13. März 2011) während der alternativen Messe in der schönen Nancy-Halle am Kongresszentrum ließen sich über hundert spontane neue und einige erfahrene Darstellerinnen und Darsteller auf erhebende Sequenzen am Bug, auf die dicke Luft im Salon, den Frieden des Hecks am Spätnachmittag und das Grauen von Enola ("Rose") an der abendlichen Reling ein. Zu den Höhepunkten zählten die Delphinschwärme, die edlen Köter der ersten Klasse und der allegorische Schwenk durch den Salon, in dem Enola ihr Leben an sich vorüberziehen sieht, und an dem gleichzeitig 19 Darsteller/innen in äußerst differenzierten Choreografien mitwirkten.

Bilder von der UND#6

und201101.jpg image/jpeg
31171 Bytes
03/18/2011 08:12:10 PM
und201102.jpg image/jpeg
20109 Bytes
03/18/2011 08:12:11 PM
und201103.jpg image/jpeg
16664 Bytes
03/18/2011 08:12:10 PM
und201104.jpg image/jpeg
30105 Bytes
03/18/2011 08:12:10 PM

Nürtingen 2011

Mit etlichen Alt-Darsteller/innen von 2004 und genauso vielen neuen gelang im Schauraum während der gleichzeitigen Faschingsparty in der Hotelbar Kassel die reibungslose Übertragung des Befehls zum Vollgas von der Kommandobrücke über den Maschinenraum zu den schwitzenden Heizern an ihren donnernden Öfen.

Annika Schmidt schrieb über den Abend in der Nürtinger Zeitung vom 8. März 2011

JEDER KANN KATE WINSLETS ROLLE SPIELEN

Das Filmprojekt Wotorworld stellt bekannte Filme nach

NÜRTINGEN. 12,5 Quadratmeter, eine Kamera, ein paar Freiwillige als Darsteller und Requisiten, die vor Ort verfügbar sind – das ist alles, was beim Dreh für das Filmprojekt Wotrworld benötigt wird. Seit über 14 Jahren beschäftigen sich die Künstler Peter Haury und Jens Hermann mit der Analyse, der Interpretation und dem lippensynchronen Nachdreh von bekannten Filmen.

Im Schauraum des Kulturvereins Provisorium in Nürtingen geben die Beteiligten eine Kostprobe ihrer Arbeit. In einem kleinen, durch milchige Folien abgegrenzten Raum drängen sich Menschen. Kisten, Stühle, ein selbstgebasteltes Steuerrad und eine zweckentfremdete aufblasbare E-Gitarre sind die einzigen Utensilien. Regieanweisungen auf Deutsch, Englisch und Französisch schallen durch den Raum. Es wird eine Szene aus dem Maschinenraum der Titanic nachgestellt.

Peter Haury und Jens Hermann, beide aus Stuttgart, sind die tragenden Säulen des Projekts. Jens Hermann ist auch verantwortlich für „Dein Klub“ in der Stuttgarter Reinsburgstraße, den Raum, in dem sich die Gruppe wöchentlich montagabends trifft. Peter Haury, der ursprüngliche Initiator des Filmprojekts, berichtet, dass alles mit dem Film „Waterworld“ mit Kevin Costner begann. Dieser Film war bei seinem Erscheinen mit 175 Millionen Dollar Produktionskosten der bis zum damaligen Zeitpunkt teuerste Film überhaupt. So entstand die Idee, den Film mit viel geringeren finanziellen Mitteln nachzustellen.

Dabei habe der Dreh seine „eigenen Spielregeln“, erklärt Jens Hermann. „Alles darf nur in diesem 12,5-Quadratmeter-Raum gedreht werden. Deswegen transportieren wir ihn von Ort zu Ort. Den ganzen Raum habe ich heute in einem Rucksack hierher gebracht“, sagt er weiter.

Am wichtigsten sind bei diesem Projekt jedoch die Darsteller. „Für uns sind die Teilnehmer die Essenz der Kunst und müssen von den Autoren (Anm. des Interviewten: gesagt war: "ALS Autoren") ernst genommen werden“, meint Peter Haury. Dabei kann jeder mitdrehen, der Interesse hat und sich einbringen möchte. Der bis jetzt jüngste Schauspieler war acht Monate alt und auch zwei Hunde wagten sich schon vor die laufende Kamera. Nur auf eine große Kontinuität der Darsteller wird beim Filmen aus praktischen Gründen verzichtet. „Wer da ist, wird Kevin Costner oder Kate Winslet, Männer- und Frauenrollen können dabei auch vertauscht sein“, erläutert Jens Hermann. So haben bis jetzt schon über 700 Personen mitgedreht. Da die Gruppe mit dem transportablen Raum auch international unterwegs ist, beispielsweise in Russland, Frankreich oder Italien, sind beim Dreh auch häufig Gäste aus anderen Ländern dabei.

Ist der Raum aufgebaut und die Darsteller gefunden, kann der Dreh losgehen. Der Originalfilm wird Einstellung für Einstellung analysiert und anschließend chronologisch nachgedreht. Dabei bleiben manche Teilnehmer für eine Einstellung, manche für einen Abend und manche kommen nach Jahren wieder, um erneut dabei zu sein. Im Anschluss an den Dreh werden die Filme nachvertont. Dabei geben sich die Projektbeteiligten auch mit Details sehr viel Mühe. „Das Helikoptergeräusch ist der Staubsauger in der Milchflasche“, so Peter Haury zur Vorgehensweise.

Auf diese Weise sind bereits vier Filme entstanden: Zusätzlich zu „Wotørwoerld Teil eins“ gibt es noch die Teile zwei bis vier. Dabei wurden außer „Waterworld“ noch „Ferien auf Saltkrokan“ und ein Manga nachgedreht, aktuell laufen die Arbeiten an der Neuverfilmung von „Titanic“.

Um den zahlreichen bisherigen Darstellern die Aufnahmen zugänglich zu machen, veröffentlichte Peter Haury nach sieben Jahren Arbeit 2009 eine erste DVD mit dem damaligen Stand der Filme. „Die DVD stellt eine Bilanz des Projekts dar. Aber sie ist nicht verkäuflich. Nur die Darsteller bekommen ein Ansichtsexemplar. Wir sind daran interessiert, dass die Leute an einem Kunstprojekt teilhaben und nicht daran, etwas Kommerzielles zu machen.“

In Zukunft wollen die Künstler weiterdrehen und es sollen weitere Teile entstehen. Peter Haury beschreibt das Ziel des Filmprojekts: „Es hat einen dualen Zweck. Einerseits wollen wir große Filme, die uns prägen, analysieren, beispielsweise die Gesten oder psychologischen Schemata, die darin vorkommen. Andererseits geht es uns darum, aktiv teilzunehmen anstatt nur passiv zu konsumieren. Auf diese Weise wird man ganz von der Erfahrung durchdrungen.“

Bild Nr. 4: Zeitungsfoto ("Darsteller des Filmprojekts Wotorworld beim Dreh einer Szene aus `Titanic`")

Bilder aus Nürtingen

Nue201101.jpg image/jpeg
48883 Bytes
03/08/2011 03:02:45 PM
Nue201102.jpg image/jpeg
53206 Bytes
03/08/2011 03:02:46 PM
Nue201103.jpg image/jpeg
42682 Bytes
03/08/2011 03:02:46 PM
Nue201104.jpg image/jpeg
43099 Bytes
03/23/2011 08:26:11 PM

Mannheim 2010

Statistische Auswertung vom Schneidetisch:
In den ersten beiden Nächten haben 47 neue und 7 erfahrene Darsteller/-innen in guter, energiegeladener Atmosphäre Enolas Anbordgehen, die Hafenkneipenzocke, die Schlägerei, den Jubel und den Läuse-/Amerikanerdialog an der Tür zum Einrümpfigen mit großem Charme erstehen lassen.
In den letzten beiden Nächten ließen 22 neue und 13 erfahrene Darsteller/-innen das Gewimmel hinter sich und das mehrkammrige Einrümpfige legte auf ergreifende Weise ab.
Insgesamt haben damit 69 neue Seelen in ca. 30 unvergesslichen Mannheimer Stunden Dreh 5 Minuten und 8 Sekunden abgedreht.
In Mannheim gelangen auch die bisher längsten und komplexesten Kamerafahrten mit bis zu drei Schwenks ohne Schnitt in 38 Sekunden Länge. Eine Struktur der engen verwinkelten Gänge, die uns die nächsten Jahre in der dritten Klasse noch öfter herausfordern wird. In der ersten Klasse dagegen sind es die Zooms in die monumentalen Luxusspiegel hinein und anschließende Schwenks wieder zurück in die analog verdoppelte Realkabine hinüber, die einen ganz besonderen Reiz haben.
Zum Abschied winkten bis zu 120 Finger an zehn Händen von den Geländern der bis zu fünf Oberdecks.

Bilder aus Mannheim

01.jpg image/jpeg
49432 Bytes
12/07/2010 08:58:46 PM
02.jpg image/jpeg
60223 Bytes
12/07/2010 08:58:45 PM
03.jpg image/jpeg
51589 Bytes
12/07/2010 08:58:44 PM
03a.jpg image/jpeg
60450 Bytes
12/07/2010 08:58:47 PM
04.jpg image/jpeg
44199 Bytes
12/07/2010 08:58:45 PM
05.jpg image/jpeg
46064 Bytes
12/07/2010 08:58:44 PM
07.jpg image/jpeg
73667 Bytes
12/07/2010 08:58:47 PM
08.jpg image/jpeg
59640 Bytes
12/07/2010 08:58:48 PM

Heidelberg 2010

Am 24. November 2010 duckte sich der bisher niedrigste Klon unter die Gewölbe des Cafe Freisprung in der Akademiestraße 3. Auf Einladung der Bertreiber/in Susanne Sponsel und Moritz Limprecht drehte ein dynamisches Massen-Set das stressige Gedrängel, in dem die unglückliche "Enola" Dryland verlässt.

Bilder aus Heidelberg

hd01.jpg image/jpeg
44107 Bytes
11/27/2010 03:30:21 PM
hd02.jpg image/jpeg
70658 Bytes
11/27/2010 03:30:20 PM
hd03.jpg image/jpeg
27263 Bytes
11/27/2010 03:30:20 PM

Montigny sur Vingeanne, Frankreich

Am 16. Oktober 2010 drehten 16 neue Darstellerinnen und Darsteller im Klon unter dem Gewöbe des Schlosses von artbfc die letzten Einstellungen des Prologs und atemberaubende Massenszenen am Quai des ablegenden "Einrümpfigen".
Zeitungsartikel (PDF, 520 KiB)

Bilder aus Montigny

mont01.jpg image/jpeg
55129 Bytes
12/07/2010 08:58:49 PM
mont02.jpg

image/jpeg
62710 Bytes
12/07/2010 08:58:49 PM
mont03.jpg image/jpeg
83604 Bytes
12/07/2010 08:58:50 PM
mont04.jpg image/jpeg
74303 Bytes
12/07/2010 08:58:51 PM
mont05.jpg image/jpeg
75494 Bytes
12/07/2010 08:58:52 PM

Klon und Dreharbeiten in Die, Rhone/Alpes, Frankreich 2010

Im Sitzungssaal des Est-Ouest-Festivals war von 8. bis 10. April 2010 Dein Klub zu Gast. An einem Drehnachmittag haben wir fast die komplette Ankunft von Enola auf der Deeze, sowie ihre geschickte Abwehr aller Verstrickungsversuche der Smoker gedreht.


Bilder aus Die

die01.jpg image/jpeg
62488 Bytes
04/13/2010 05:18:42 PM
die02.jpg image/jpeg
67739 Bytes
04/13/2010 05:18:42 PM
die03.jpg image/jpeg
68002 Bytes
04/13/2010 05:18:43 PM
die04.jpg image/jpeg
49506 Bytes
04/13/2010 05:18:43 PM
die05.jpg image/jpeg
54748 Bytes
04/13/2010 05:18:44 PM
die06.jpg image/jpeg
69818 Bytes
04/13/2010 05:18:45 PM


DVD Präsentation Stuttgart 2010

Zwei Jahre nach der Premiere und der gescheiterten Edition von Teil 1 ist nun die eigene Vertonung komplett.
Am 12. März war Dein Klub zu Gast bei Wandabox und zeigte die eben fertig gewordene DVD im Filmhaus Stuttgart und führte durch das Menü.
Die DVD ist nicht frei verkäuflich, sondern stellt Sichtungsmaterial für alle Autor/-innen und eine Bilanz der letzten acht Jahre dar, läuft in mehreren Sprachen, enthält alle Nachfolgeteile bis Januar 2010 und Bonusmaterials mit Interview über die Hintergründe.
Wir suchen jetzt übrigens alle Darsteller/-innen und Unterstützer/-innen, denen wir ein Exemplar zukommen lassen möchten und von denen wir nicht die Adresse haben. Kontakt: hauryp(at)gmx.de

Technisch betreute die historisch wohl letzte Veranstaltung im großen Saal des Filmhauses Thomas Eilenstein, der bereits dabei ist, sämtliche Einrichtungsgegenstände, zum Teil aus den 50er Jahren, mit Aufklebern für die Einlagerung zu inventarisieren.
Gastgeber war Wand5. Heike Ehrath organisierte eine wundervolle Bar mit Kreativ-Selbst-Toast-Ecke, Jens Hermann legte in der WW-lounge auf, die ausgewählte Requisiten und Standbilder in Beziehung setzte.
Im Foyer dokumentierten zwei Tafeln mit WW Maps und Stammbaum den Stand der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Nachfolgeteile und der WW-Gesamtmythologie.
Aber vor allem war die Nacht ein großes Wiedersehen von Darsteller/inne/n, Vertoner/inne/n, Unterstützer/inne/n und Fans

Bilder vom Filmhaus 12.03.2010

fh201001.jpg image/jpeg
32520 Bytes
03/13/2010 01:13:58 PM
fh201002.jpg image/jpeg
26299 Bytes
03/13/2010 01:13:58 PM
fh201003.jpg image/jpeg
9659 Bytes
03/13/2010 01:13:58 PM
fh201004.jpg image/jpeg
15195 Bytes
03/13/2010 01:13:59 PM
fh201005.jpg image/jpeg
56817 Bytes
03/13/2010 01:13:59 PM
fh201006.jpg image/jpeg
16279 Bytes
03/13/2010 01:13:59 PM
fh201007.jpg image/jpeg
18490 Bytes
03/13/2010 01:14:00 PM
fh201008.jpg image/jpeg
19458 Bytes
03/13/2010 01:14:00 PM
fh201009.jpg image/jpeg
19483 Bytes
03/13/2010 01:14:01 PM
fh201010.jpg image/jpeg
17844 Bytes
03/13/2010 01:14:02 PM
fh201011.jpg image/jpeg
10906 Bytes
03/13/2010 01:14:02 PM


Berlin 2009

Von 10. bis 12. September drehten in Oberwelt Berlin in den Räumen des neuen Problems in der Auguststr. 21, Berlin Mitte, 42 neue und zehn erfahrene Darstellerinnen und Darsteller weite Teile des sechsten Tauchgangs im Prolog von W O T Ø R W O E R L D Teil 4. Der Klon wurde zum ersten Mal mit Seilkanten aufgebaut, die oben an den Deckenbrettern befestigt und am Boden mit großen Steinplatten fixiert waren.

Bilder aus Berlin

berlin0901.jpg image/jpeg
39698 Bytes
09/17/2009 08:23:47 PM
berlin0902.jpg image/jpeg
20561 Bytes
09/17/2009 10:40:35 PM
berlin0903.jpg image/jpeg
22695 Bytes
09/18/2009 05:48:15 PM
berlin0904.jpg image/jpeg
20159 Bytes
09/19/2009 05:26:19 PM
berlin0905.jpg image/jpeg
27458 Bytes
09/19/2009 05:26:19 PM
berlin0906.jpg image/jpeg
17166 Bytes
09/23/2009 01:10:09 PM
berlin0907.jpg image/jpeg
26957 Bytes
09/23/2009 01:10:09 PM
berlin0908.jpg image/jpeg
16570 Bytes
09/23/2009 01:10:09 PM
berlin0909.jpg image/jpeg
15725 Bytes
09/23/2009 01:10:11 PM
berlin0910.jpg image/jpeg
19124 Bytes
09/23/2009 01:10:11 PM
berlin0911.jpg image/jpeg
31392 Bytes
09/23/2009 01:10:12 PM

Mainz 2009

Am 18./19. April, sowie am 6. Juni 2009 drehten im pad Mainz 57 Darstellerinnen und Darsteller gleichzeitig an W O T Ø R W O E R L D Teil 2 und Teil 3. In diesem Arbeitsmodus wurden auf erstaunliche Art und Weise die Geschwindigkeits-Unterschiede, aber auch die innere Stringenz, mit der die beiden Handlungen die W O T Ø R W O E R L D - Mythologie vorantreiben, spürbar.
Einsatz und Charme der Darsteller/innen waren vom Feinsten. Die komplette Bergung der Makrelen und Hummelchens Spottszene (Nightmare Dryland) sowie große Teile der zweiten Schlachtenszene zwischen Zeta-puni und Pad (Enola-Saga) sind hier verortet.
Im Foyer hängen zum ersten Mal alle Standbilder von Teil 1 in 18 Rahmen mit je 40 film stills.
Schöner Auftakt war die Eröffnung von "Kunstwelten", mit Ausstellung, Filmpräsentationen mit Autoreninterviews, an deren Ende das gesamte Publikum auch den Trailer von Teil 1 sah, und wobei die sehr elegante Moderation Raum für ein kurzes Statement zum Projekt gab - sowie einem kurzen Konzert.
Am 6. Juni fand der achtstündige Dreh im Rahmen der Museumsnacht statt.

Zum ersten Mal wurden übrigens kompletter Klon und Klub-Gesandschaft Jens Hermann und Peter Haury per Transporter von Veranstalter Peter Schulz persönlich in Stuttgart abgeholt. Sehr angenehm.
www.pad-mainz.de

Bilder aus Mainz

04a.jpg image/jpeg
44583 Bytes
04/22/2009 01:26:59 AM
04b.jpg image/jpeg
36270 Bytes
04/22/2009 01:27:00 AM
mainz01.jpg image/jpeg
69584 Bytes
04/22/2009 01:26:56 AM
mainz02.jpg image/jpeg
85657 Bytes
04/22/2009 01:26:57 AM
mainz03.jpg image/jpeg
35826 Bytes
04/22/2009 01:26:58 AM
mainz04.jpg image/jpeg
42114 Bytes
04/22/2009 01:26:58 AM
mainz05.jpg image/jpeg
37581 Bytes
04/22/2009 01:27:01 AM

Premiere im Rahmen des Warm-ups 21. Filmwinter 2008

Am 11. Januar 2008 war Dein Klub zu Gast beim Warm-up des Stuttgarter Filmwinter im großen Saal des Kommunalen Kinos im Filmhaus.
Es lief zum ersten Mal die komplett geschnittene Version vor vollem Haus. Zuvor navigierte Jens Hermann durch einige der Bonusmaterials der DVD, wie zum Beispiel die Zeichentrick-Zusammenfassung in 136 Sekunden, sowie einige ganz aktuell nachvertonte Kapitel (zum Teil in sieben Sprachen), die während der Dreharbeiten oft fast gleichzeitig gesprochen wurden. Ein Orchester vertonte anschließend nach einer dreiseitigen Partitur live die letzten 15 Minuten, die von Peter Haury in allen Stimmen lippensynchron mitgesprochen wurden.
Ein weiteres Kapitel des Projektes ist somit eröffnet: die musikalisch künstlerische verwotørwoerldung der Tonspur.

Artikel von Marko Schacher, Stuttgarter Nachrichten vom 11. 1. 08



Bilder vom Warm-Up FiWi 2008

DSCF1599.jpg image/jpeg
172921 Bytes
01/31/2008 12:14:48 AM
DSCF1606.jpg image/jpeg
119232 Bytes
01/31/2008 12:15:00 AM
DSCF1620.jpg image/jpeg
151651 Bytes
01/31/2008 12:15:17 AM
nachvertonchristianmichafra.jpg image/jpeg
78549 Bytes
01/27/2008 11:32:13 PM
nachvertonorchester2web.jpg image/jpeg
27623 Bytes
01/27/2008 11:32:15 PM
nachvertonorchesterweb.jpg image/jpeg
50589 Bytes
01/27/2008 11:32:19 PM
nachvertonpetereckhartminkw.jpg image/jpeg
64749 Bytes
01/27/2008 11:32:26 PM

Bochum 2007

W O T Ø R W O E R L D war am 4. Oktober mit einer Präsentation zu Gast beim MYTHOS_GRILL, den Matthias Schamp im Kunst-Museum der Stadt Bochum installiert hatte und als Sub-Kurator für die Reihe "Reflektieren und Frittieren" nutzte. Ein exquisites Publikum sah sich große Ausschnitte von Teil 1 mit anhaltender Begeisterung an.



Bilder aus Bochum 2007

bochum1.jpg image/jpeg
38296 Bytes
11/19/2007 03:39:00 PM
bochum2.jpg image/jpeg
24293 Bytes
11/19/2007 03:38:52 PM
bochum3.jpg image/jpeg
36356 Bytes
11/19/2007 03:38:56 PM

Tübingen 2007

So frei wie in der Shedhalle hat noch kein Klon gestanden. Von Ferne kommen in der Ausstellung "Wasserzeichen" ozeanische Gefühle auf. Zur Eröffnung gab es einen kurzen Aufwärmdreh. An einem weiteren Drehtag verzog sich der Qualm aus dem Herd von Frau Sölbloms Häuschen unter Regenschwaden, und Pelle dressierte die Wespen. Dann gibt es heute Fisch.



Bilder aus Tübingen 2007

klonshedTueb07web1.jpg image/jpeg
31795 Bytes
07/04/2007 11:31:44 PM
klonshedTueb07web2.jpg image/jpeg
30798 Bytes
07/04/2007 11:31:54 PM
klonshedTueb07web3.jpg image/jpeg
28338 Bytes
07/04/2007 11:32:00 PM

Wien 2007

Am Pfingstwochenende drehten über 40 neue und über 10 erfahrene einheimische und internationale Darstellerinnen und Darsteller 37 Einstellungen des gerade begonnenen Teil 2. Die Weltstadt machte mit unvergesslichem Engagement und unsterblicher künstlerischer Beseeltheit von Stammbesetzung des Weinkabinett Fred Misik, Anwohnern des Brunnenviertels und Gästen der Festivals "Grundstein" und "soho in Ottakring" ihrem Namen alle Ehre.
Teil 2 (nightmare dryland) entfaltete in diesen Tagen seine ganze überirdische Kraft, die nun alle weiteren Drehs vehement beflügeln wird.

Bilder aus Wien 2007

wien1.jpg image/jpeg
93822 Bytes
05/29/2007 11:36:58 PM
wien1a.jpg image/jpeg
56529 Bytes
05/29/2007 11:37:08 PM
wien1b.jpg image/jpeg
54736 Bytes
05/29/2007 11:37:09 PM
wien2.jpg image/jpeg
107797 Bytes
05/29/2007 11:37:00 PM
wien2a.jpg image/jpeg
44073 Bytes
05/29/2007 11:37:07 PM
wien3.jpg image/jpeg
109100 Bytes
05/29/2007 11:37:02 PM
wien4.jpg image/jpeg
83260 Bytes
05/29/2007 11:37:05 PM
wien5.jpg image/jpeg
37844 Bytes
05/29/2007 11:37:06 PM
wien7.jpg image/jpeg
101317 Bytes
05/29/2007 11:37:04 PM


Côté Court 2007

Im März zeigte Guillaume Désanges im Programm « Kitchen cinema », Hollywood vs Youtube Auszüge aus

W O T Ø R W O E R L D

Veranstalter waren Les Laboratoires d´Aubervilliers bei Paris

www.leslaboratoires.org

Übersetzung eines Abschnittes des Katalogtextes, darunter das französische Original und die Programmzusammenstellung.


« Kitchen cinema », Hollywood vs Youtube
Une proposition de Guillaume Désanges


Mit einem scheinbar parodistischeren Anspruch hat das Kollektiv Dein Klub in dessen Räumlichkeit innerhalb von fünf Jahren eine genial gebastelte Adaption von Kevin Costners /Waterworld/ verwirklicht. Dazu wurden regelmäßig Künstler miteinbezogen, um einzelne Szenen zu drehen. Die spezielle Wahl dieses Films ist im performativen Sinne eine an und für sich künstlerische Entscheidung gewesen. Seinerzeit war /Waterworld/ emblematisch für den in Hollywood gepflegten Wettstreit um den technisch avanciertesten und kostspieligsten Film im Rennen um die Marktanteile. Es war der teuerste Film seiner Zeit, ein Rekord der gerechtfertigt wurde mit der Bedeutsamkeit seiner ökologischen Botschaft, die es einem möglichst großen Publikum nahe zu bringen galt. Eigentlich wirkt die von Dein Klub vorgestellte Version des Films auch nicht besonders parodistisch, sondern stellt ein instabileren Gegenentwurf dar, ein chaotisches aber spannendes Abziehbild des Originals. Mit dem gleichen Ernst und Beharrlichkeit hergestellt wie das Original und mit dem gleichen erfinderischen Geist gerüstet, um die schwierigen Fragen der Bildwirkung zu lösen, wirkt das Ergebnis nicht mehr und nicht weniger gelungen als das Original. Darin bestätigt sich die Arbeitshypothese von Dein Klub: die langweiligen Szenen sind es im Original nicht minder, die Action ist ebenso mitreißend, und die romantischen ebenso berührend. Der Unterschied? Circa 200 Millionen Dollar. Das deutsche Team stellt dem finanziellen Flop des Originals eine wahre Meisterschaft ökologischen Denkens in der Bilanzierung der Arbeit gegenüber, womit Costner auf dem Terrain seines eigenen politischen Anspruchs geschlagen wird.


Aujourd’hui un certain nombre de films utilisent principalement la vidéo, non pas essentiellement dans un but de maniabilité et de souplesse d’utilisation (ou dans une logique purement expérimentale), mais plutôt comme l'outil contemporain le mieux approprié pour se confronter à certains standards de la narration cinématographique au sein d’un univers quotidien immédiat, voire domestique. Cinéma de cuisine, "Kitchen cinéma", soit : des films d’appartements, parfois bricolés, tournés avec des moyens limités mais des ambitions narratives assumées, et dont l’ingéniosité et l’énergie remplacent souvent la débauche technique, financière, logistique et humaine des tournages traditionnels. Ces pratiques, répandues par le développement de technologies de production et post-production facilement appropriables, renouent paradoxalement avec un certain esprit des pionniers du cinéma. Une économie de travail pragmatique, autonome et responsable, directement en phase avec de nouveaux moyens de diffusion (projections vidéo, DVD, Internet, etc.). Ces films reposent sur une croyance en l’efficacité d’une grammaire cinématographique plus ou moins classique appliquée à l’image vidéo, avec une extraordinaire liberté, une intelligence pratique souvent teintée d’humour, et une précision technique bannissant toute désinvolture dans l'utilisation du médium.
Il est intéressant de noter que cette rappropriation d'une grammaire cinématographique via des outils quotidiens est souvent le fait de praticiens issus du champ des arts plastiques. La familiarité de ceux-ci avec une certaine économie "pauvre" de travail est certainement essentielle à ce phénomène. mais plus profondément, peut-être, le principe même du film de cuisine a quelque chose de foncièrement plastique, notamment dans les enjeux d'une histoire récente des arts visuels : à la fois sculptural (rappropriation et transformation de matériaux existant, exploitation de l'espace) et performatif (expressivité du geste simple, mouvement des corps sans artifices). Le mot corps étant entendu ici dans son sens purement physique, c'est-à-dire aussi bien corps organiques que matériels. On pense ici au fameux "Der Lauf der Dinge" (Le cours des choses), du tandem suisse Fischli & Weiss. Soit, la mise en scène improbable d'objets sans qualités, immédiats (échelles, bouteilles, tasseaux de bois, ballons, pneus; etc.) telles qu'ils peuvent traîner dans n'importe quelle remise ou garage, mais dans le but de raconter une véritable épopée quincaillière. Sous ses apparences de gag, cette suite jubilatoire d’événements catastrophes se déclenchant mutuellement comme des dominos qui tombent, revisite dans sa longueur, et de manière abstraite, certains motifs essentiels du cinéma populaire : suspens, héroïsme, fatalité, violence, tendresse.
Ce type de pratiques très domestiques ne sont certes pas nouvelles dans le cinéma, et concernent des esthétiques extrêmement variées (voir le David Lynch de Eraserhead, le western de Luc Moullet, mais aussi le cinéma de Merejkovski, Cavalier, et beaucoup d'autres). Mais l'intérêt particulier et le souffle que peuvent prendre ces pratiques aujourd'hui tient possiblement au fait que cette économie de production est maintenant directement compatible avec une maturité "rétinienne" du public concernant l'image vidéo, ainsi que sa pratique de nouveaux modes diffusion (DVD, Internet). Ainsi, la réaction de censure immédiate de la Paramount concernant le remake d'un film d'Oliver Stone par Chris Moukarbel (étudiant dans une école d'art) peut être analysée moins comme la défense d'une originalité du film de Stone mise en péril que par le fait que le dépôt du film de 12 minutes sur Youtube le place immédiatement sur une échelle de diffusion incomparable avec les exploitants traditionnels. Un effet de levier est énorme. La projection de Walter Benjamin sublimée : l'œuvre d'art à l'âge de sa disponibilité technique universelle.
La mini-programmation "Kitchen Cinema" n'entend pas circonscrire les frontières esthétiques de ce vaste ensemble. Elle aborde le sujet avec des films personnels extrêmement (et volontairement) disparates, présentant quelques-uns des enjeux formels et conceptuels liés à ces pratiques. Avec « Moby Dick » et « Wild Boy», par exemple, l'artiste d'origine israélienne Guy Ben-ner, réinterprète des thèmes littéraires classiques, dont il cantonne décor à son appartement et le casting à lui et son jeune fils. La force de ses films tient à une extraordinaire intelligence créativité dans l'utilisation d'une topographie immédiate du tournage (par exemple la cuisine dans Moby Dick) pour illustrer de manière très convaincante situations et événements narratifs : la cargaison du bateau dans le congélateur ou l'implantation du mat du navire dans l'évier constitue des tours de force intellectuels et visuels remarquables dans leur simplicité et leur efficacité narrative. Un autre élément fort de son cinéma réside dans l'acceptation d'un incontrôlable à l'intérieur du cadre, avec la présence d'un enfant échappant régulièrement au contrôle téléologique du scénario. Cette intégration d'un naturel contingent dans l'image, parfaitement assumée à défaut d'être volontaire, ces d'accidents et contre-feux à la logique scénaristique, cette intrusion permanente du réel dans le cadre, contre lequel précisément tout le cinéma classique ne cesse de lutter, est une caractéristique que Ben-ner partage par ailleurs avec Seng-a Yoon ou les Dein Klub. Ils ne signifient pas un jeu ou une complaisance particulière pour le mal-fait ou le ratage, mais plutôt une volonté de ne pas cacher les conditions de travail. Ni revendication, ni dissimulation, mais un 'faire avec", qui relève possiblement d'une sorte d'éthique de travail. Parions par ailleurs que cette économie n'est pas gratuite chez Ben-ner, voire même qu'elle sert son propos. De fait, elle crée les conditions d'une complexité identitaire des acteurs/personnages, proposant plusieurs niveaux de lecture au spectateur. Ainsi, dans 'Moby Dick', Ben-ner lui même apparaît à la fois comme marin (son personnage dans le film), metteur en scène (sa fonction professionnelle) et père de famille (sa situation réelle). Les 3 rôles et responsabilités se mélangent de manière encore plus subtile dans "Wild boy", lorsque Ben-ner doit éduquer son propre fils, le film apparaît alors plutôt documentaire, ou du moins mise en scène d'une situation réelle. Même phénomène chez Seng-a Yoon. C'est la réalité d'une situation exceptionnelle - un voisin plus âgé qu'elle découvre fan de la Corée, son pays d'origine qu'elle connaît peu - qui l'amène à fictionnaliser le réel à travers son film "De l'autre côté". L'économie simple de la vidéo numérique est ici au service d'une rhétorique strictement linguistique de l'image, chaque plan venant illustrer directement la voix-off. L'efficacité de ce protocole narratif très fonctionnel association les images aux mots n'est toutefois pas sans apporter une tendre poésie à l'ensemble. En découle un film simple et fort dans son humilité et son humanisme, servi par une justesse de ton proche de la Nouvelle vague dans la façon qu'elle avait de traiter de thèmes graves (ici la mort, la mémoire, l'identité) à travers des comédies réalistes, faussement distanciées. Le travail très plastique sur l'image (couleurs, cadrages, montage) est par ailleurs certainement informé par la vidéo intimiste de ces dix dernières années.
Dans un registre apparemment plus parodique, le collectif Dein Klub réalise depuis cinq ans une adaptation génialement bricolée du « Waterworld » de Kevin Costner dans leur lieu de vie. Pour ce faire, ils invitent régulièrement des artistes à les rejoindre pour tourner certaines scènes. S'attaquer à ce film précis est en soi un positionnement artistique, voire une démarche d'ordre performatif : Waterworld est à l'époque où il est sort, emblématique d'une surenchère technique et financière d'Hollywood. A l'époque, il est le film le plus cher jamais réalisé, un record justifié par une volonté de porter un message écologique au plus grand nombre. De fait, le résultat proposé par Dein Klub n'est finalement pas très parodique, mais constitue bien plus un double instable, un passionnant décalque du film original. Réalisé avec le même sérieux et la même détermination que le film de Costner, et recourant comme dans l'original à une grande ingéniosité pour résoudre des problèmes ardus de cadrage, le résultat apparaît finalement ni plus ni moins réussi que la version américaine. Et là précisément réside la démonstration de Dein Klub : leurs scènes ennuyeuses le sont certainement autant que dans l'original, leurs scènes d'actions aussi fortes, leur scènes romantiques aussi touchantes. La différence ? Environ 200 millions de dollars. Ce faisant, le collectif allemand oppose au relatif échec commercial du projet original la démonstration d'une véritable écologie de travail en actes, qui déborde Costner sur ses propres ambitions politiques.
C'est la Paramount elle-même qui a poursuivi le jeune Chris Moukarbel qui, s'étant procuré le script original du "World Trade Center" d’Oliver Stone avant sa sortie, décidait de réaliser sa propre version dans son studio d’étudiant. Là encore, il s'agit moins de pastiche que d'une réinterprétation artistique du film, très personnelle, impliquant ses camarades d'écoles et un décor apocalyptique extrêmement soigné quoique simple. Moukarbel revendique ici un positionnement politique : une critique de la réappropriation de l’histoire par Hollywood. A priori pas de quoi affoler les puissants studios. Voire. Le puissant studio n'a guère apprécié la démarche, et peut-être surtout pas que le film ait pu être considéré par la presse digne d'être comparé à la version de Stone. Le résultat n'a pourtant pas grand chose à voir. Du film "original" de Moukarbel, au départ diffusé sur Youtube et pour l'instant suspendu de diffusion pour cause de procès, l'artiste a tiré un court métrage, "Points of Departures", à partir de rushes. Quasi-abstrait, impressionnant dans sa facture plastique, l'oeuvre de Moukarbel laisse transparaître un aspect foncièrement philosophique, ésotérique, contemplatif de la catastrophe, l'apparentant plus à Tarkovski qu'à la tradition du film catastrophe .

En complément à ces films récents, l'idée de présenter l’ « Ambassade », un film de 1973 de Chris Marker, peut étonner, tant ce film n'a finalement rien à voir avec ce qui précède : ni vidéo, ni cuisine, ni relecture, ni ingéniosité du montage. Rien de tout cela, et pourtant. A partir de soit-disant bandes super 8 trouvées présentant un groupe de personnes évoluant dans un appartement bourgeois, une voix off nous raconte une très vraisemblable histoire d'intellectuels réfugiés dans une ambassade après un coup d'état militaire. La vie semble s'organiser tant bien que mal, avec ses difficultés, ses joies partagées, et surtout ses discussions animées entre idéal politique et impuissance effective. La crédibilité des problématiques évoquées et la facture très réaliste de l'image (des plans comme saisis au cœur du réel), amènent en permanence un trouble entre mise en scène et réel, documentaire et fiction. Echos d'un universel politique résonnant à l'intérieur des frontières d'un intérieur domestique. Si le dernier plan vient définitivement fictionnaliser l'ensemble, l'impact réaliste reste pénétrant. Dès lors, on pourrait statuer que Marker représente un modèle admirable d’économie narrative, d'une utilisation remarquable de l'espace quotidien, qu'il apporte un impressionnant souffle fictionnel à des d’images relativement banales et qu'en ce sens il apparaît intéressant de le confronter au "Kitchen cinéma", d'aujourd'hui, comme une sorte de paradoxal "contrepoint tutélaire". Ou bien simplement, que ce film est magnifique, ce qui suffit largement pour justifier sa projection quelque soit le prétexte...


Moby Dick ( 2000), 12’35“ min ,Israel, un film de Guy Ben-ner

Wild Boy (2004), 17 min, silent/sound (sound: mariano Weinstein))

De l’autre côté, (2005), 10’49’’, réalisation, production : Sung-A Yoon., Format : film vidéo couleur, 4/3, interprétation : Gérard Schillings, Sung-A Yoon, Justine Legros, image : Justine Legro, son : Bastien Hidalgo Ruiz, assisté de Thomas Grimm-Landsberg et Vincent Poujol, montage : Alexis Lardilleux., mixage : Olivier Touche.

“Points of departure", (2006) 13’26’’Chris Moukarbel, USA

- W O T Ø R W O E R L D (2002-2007), 15’ (Jens Hermann & Peter Haury, Dein Klub), Allemagne.

„L’Ambassade“, Chris Marker, 20’,1973


Artistes invités (sous réserve) :
- Guy Ben-ner : Né en 1969 en Israël, il vit et travaille à New-York. Guy Ben-Ner filme sa cellule familiale avec un humour inspiré de la grand e époque du slapstick (farce bouffonne), dressant un portrait de l’artiste en père de famille… Dans « Moby Dick » (2000, 12 min), il reconstitue l’épopée du livre éponyme seul avec son fils, dans sa propre cuisine.


Yoon Sung-A : est née en 1977 en Corée du Sud. Elle vit et travaille à Bruxelles. Sa première exposition personnelle a eu lieu en avril 2006 à l'Atelier du Jeu de Paume. Son film, De l’autre côté (2006 / Corée du Sud / 11 min ) est une narration intime tournée dans son immeuble autour des questions d’identité et d’altérité, dans un ton burlesque et une esthétique proche de la nouvelle vague.


- Chris Moukarbel, (né en 1978 à New Haven, USA, vit et travaille entre New Haven et New York). Il fait des vidéos, sculptures et installations in-situ, utilisant souvent comme matériau des séquences extraites de divers médias. Son film « World Trade Center 2006”, est une adaptation du scénario du film d’Oliver Stone, tourné dans son studio d’étudiants en école d’art, avec ses camarades comme acteurs. Diffusé sur Youtube, ce film a reçu un accueil extrêmement favorable, au grand dam de la Paramount, qui a poursuivi son auteur.

Chris Marker, né en 1921, est cinéaste

Dein Klub est un collectif d'artistes basé à Stuttgart (Allemagne)



Gyumri 2006


Im August 2006 war der Klon zu Gast auf der internationalen Biennale der Stadt Gyumri in Armenien. 38 Darsteller aus Iran, Russland, Brasilien, Taiwan, Portugal, Türkei, Georgien, England, Griechenland, Frankreich, Österreich, U.S.A, Schweiz, Ecuador, Deutschland und selbstverständlich Armenien drehten in vier Nächten die über 70 Einstellungen um den Untergang der Deace und das Erreichen Drylands, die die Araratszenen der Bibel zitieren.


In August 2006 the Clone was guest at the International Biennial of Gyumri in Armenia. 38 actors from Iran, Russia, Brasil, Taiwan, Portugal, Turkey, Georgia, England, Greece, France, Austria, U.S.A., Switzerland, Ecuador, Germany and of course Armenia were shooting during four nights the more than 70 scenes around the drowning of the Deace and the reaching of Dryland, quoting the ararat story of the bible.

Bilder aus Gyumri 2006

01klonalmastotale.jpg image/jpeg
41083 Bytes
08/22/2006 06:42:19 PM
02luisjuergenalmas.jpg image/jpeg
76750 Bytes
08/22/2006 06:42:47 PM
03elkealmas.jpg image/jpeg
34474 Bytes
08/22/2006 06:43:19 PM
04peteralmas.jpg image/jpeg
68778 Bytes
08/22/2006 06:43:44 PM
05klonbiennal.jpg image/jpeg
52954 Bytes
08/22/2006 06:43:06 PM

 



Venedig 2006

Am Donnerstag, den 2. März errichteten wir auf Einladung von Sophie Hope von B+B archives und der Kunstakademie Universitá Iuav di Venezia einen Sonderklon in Venedig. Ein Drehtag mit etlichen Massenszenen auf der Deace und Spezialstuntfahrten von Deck zu Deck.


Dein Klub was invited by Sophie Hope / B+B to build a special clone at the Universitá Iuav di Venezia. On Thursday 2 March students of Iuav were involved in shooting many mass scenes on the Deace and recreating special stunt movments from deck to deck.

Bilder aus Venedig 2006

vened1.jpg image/jpeg
16374 Bytes
04/06/2006 05:54:51 PM
vened2.jpg image/jpeg
23190 Bytes
04/04/2006 07:16:46 PM
vened3.jpg image/jpeg
14309 Bytes
04/04/2006 07:16:37 PM
vened4.jpg image/jpeg
23699 Bytes
04/04/2006 07:16:32 PM
vened6.jpg image/jpeg
68049 Bytes
04/04/2006 07:17:06 PM
vened7.jpg image/jpeg
52430 Bytes
04/04/2006 07:18:48 PM
vened8.jpg image/jpeg
38654 Bytes
04/04/2006 07:17:18 PM
vened9.jpg image/jpeg
13768 Bytes
04/04/2006 07:16:11 PM
vened10.jpg image/jpeg
16130 Bytes
04/04/2006 07:16:06 PM
vened11.jpg image/jpeg
39139 Bytes
04/04/2006 07:16:00 PM
vened12.jpg image/jpeg
20290 Bytes
04/04/2006 07:15:47 PM
vened13.jpg image/jpeg
33823 Bytes
04/04/2006 07:16:23 PM
vened14.jpg image/jpeg
51538 Bytes
04/04/2006 07:17:33 PM
vened15.jpg image/jpeg
19782 Bytes
04/04/2006 07:15:39 PM
vened16.jpg image/jpeg
30588 Bytes
04/04/2006 07:15:32 PM
venedig1.jpg image/jpeg
59787 Bytes
03/12/2006 11:25:47 PM
venedig2.jpg image/jpeg
62421 Bytes
03/12/2006 11:23:34 PM
venedig3.jpg image/jpeg
55259 Bytes
03/12/2006 11:24:39 PM


Bilder:
1: Überfahrt von Giudecca zur Hochschule / Crossing the canal from Giudecca to the university
2-4: Karneval / Carneval
5-7: Aufbau / Errecting the Clone
8: diverse Klone der Sofawand von Sophie Hope / several clones at the sofa wall by Sophie Hope
9-11: I-pod -Klone von Jens Hermann, Venezianische Masken-klone, Sierretta-Nevada-Klon, Kölner-Express-Hasch-Oma-Klon und Splügen-Selbstmordpüppchenklon von Peter Haury / I-pod-clones by Jens Hermann, venician-mask-clones, Sierretta-Nevada-clone, Cologne-express-pot-grandma-clon and Splugen-suicide-doll-clone by Peter Haury
12: Dreharbeiten mit koreanisch/venezianischem Markuslöwenklon von Jens Hermann / shooting with corean/venician St.Marco-lion-clone by Jens Hermann
13: "Deacon" zeigt der Smokermasse "Enolas" Tatoo / "Deacon" shows the tatoo of "Enola" to the smokers masses
14: Luftschlangen-Gischt-animation des eintauchenden Tankerruders / Blow-snakes-foam-animation of the touching tanker row
15: Unterdeck-massentrickszene mit Erdnuss-smokern an Strohhalm-rutsch-stangen / under deck mass trick scene with peanut smokers at straw-slide-sticks
16-18: Sichtung und Ruderanimation der Tankergaleere / viewing and rowing animation of the tanker boat

Links:
http://www.e-xplo.org/games/
http://www.welcomebb.org.uk/
http://www.iuav.it/homepage/



München 2006

Von 18. Februar bis 21. April 2006 ist der Klon in München in der lothringerstr.13/laden bei den program angels zu Gast, Drehtermine sind am 10. März, am 1. und am 21. April.

Auszüge aus dem Text unserer Kuratorin Diana Ebster, program angel:

Optimale Varianz


(...)
Eines der langfristiger angelegten Projekte der Oberweltkünstler Peter Haury und Jens Hermann ist Wotorwoerld. Wotorwoerld ist das Trash-Remake des monumentalen Hollywood-Endzeitepos „Waterworld“ von Kevin Costner. Die Dreharbeiten dazu realisiert „Dein Klub“ seit 2002 im Klubraum der Oberwelt (vormals Abstellkammer) mit eigenen Mitteln. Auf Tour gehen die Dreharbeiten im „Klon“, einem maßstabsgetreuen Nachbau dieses Klubraums.
Es ist bezeichnend, dass sich dieser Komplex nicht eindeutig zuordnen und in seinem Mehrwert klar definieren lässt. Er ist in sich – vor allem im Verhältnis zu einem klassischen Werkbegriff - ein vielgestaltiges Gebilde und es ist folgerichtig in Ordnung, dass sich das Projekt nicht unmittelbar vollständig transzendieren lässt.

Zwar lässt sich auch über Wotorwoerld eine theoretische Diskussion des Remakes, der Re-Inszenierung, oder der Appropriation, als künstlerischer Strategie kritischer Aneignung, werfen, aber nachdem in den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts alles konzeptualisiert wurde, lässt sich ein neuer Hang an der Verknüpfung des unauflösbar Heterogenen rechtfertigen. Wotorwoerld zeigt optimale Varianz an künstlerischen Mittel und Sujets. Wotorwoerld verbindet als Werk unterschiedliche Formen, die von der Aktionskunst über Video, Performance, Installation bis zur Konzeptkunst reichen. Das Projekt formuliert nichts fundamental Neues. Die künstlerische Aneignung alltagsweltlichen Materials ist ein alt bewährtes Spiel in der Kunst des 20. Jahrhunderts, und nicht erst die Pop Art hat die Praxis der Bezugnahme, das Aufgreifen kommerzieller Vorgaben und deren künstlerische Neuinterpretation salonfähig gemacht. Das Thema Film, als Kultur prägender und Weltbild und Wahrnehmung beeinflussender Medienmaschinerie ist breit diskutiert. Die Erfahrung bei Wotorwoerld - umso mehr, wenn der passive Kunstbetrachter zum aktiven Akteur des Remakes wird – bleibt aber eine jeweils eigene. Aus der Involviertheit entstehen eigene Motive. Das alles vor dem Hintergrund der gefloppten Bemühung Costners ein Endzeitepos mit grünen Botschaften zu stiften.
Diese Botschaften werden durch die Übernahme der Tonspur und den eindrucksvollen Text des Films beibehalten. Die Bildebene dazu aber wird vollständig neu erzeugt und folgt anderen Regeln. Durch das permanent wechselnde Personal des Films, in den nicht nur die Künstler und deren Freundeskreis, sondern auch das Publikum eingebunden sind, verschiebt sich jede Identifikation mit den filmischen Figuren. Das mit improvisierten Mitteln erzeugte Bild der Handlung könnte dem perfekten Illusionismus der Hollywood-Unterhaltungsindustrie nicht ferner stehen. Die Distanz zwischen bildproduzierender Industrie und Konsumenten ist aufgelöst.
Zugleich wird das „Werk“ aber nicht beliebig, wenn Jens Hermann und Peter Haury alle Drehtermine steuern und so den großen Zusammenalt des Differenten im Blick haben. Ein Ergebnis wird neben einem neuen Film, vor allem eine Unmenge von performativen Situationen sein, die Teil dessen sind.

Bilder:
1-3: Klon und Sichtung
4-6: 10.3.2006: Projektion von Ina Keckeis und Konzert von Superstrings im Klon
7: Vortrag von Matthias Keller vom Bayerischen Rundfunk. Erläuterung der Filmmusik von Wotørwoerld vor Screenshotkulisse.

Bilder aus München 2006

Muen1.jpg image/jpeg
13681 Bytes
02/28/2006 03:31:28 PM
Muen2.jpg image/jpeg
36988 Bytes
02/28/2006 03:31:29 PM
Muen3.jpg image/jpeg
19895 Bytes
02/28/2006 03:31:29 PM
Muen4.jpg image/jpeg
12534 Bytes
04/06/2006 05:51:35 PM
Muen5.jpg image/jpeg
19726 Bytes
04/06/2006 05:51:43 PM
Muen6.jpg image/jpeg
7051 Bytes
04/06/2006 05:51:46 PM
Muen7.jpg image/jpeg
22613 Bytes
04/06/2006 05:51:55 PM

Rathenow 2005

Von 14.  bis 16.  Oktober 2005 war der Klon im brandenburgischen Rathenow , zu Gast auf den Ersten Filmtagen Havelland , im "kleinen Clubraum" des dortigen Kulturhauses. Das Grundgerüst des Klons - eine Lattenkonstruktion mit Malerfolie als Aussenwänden - wurde von den Veranstaltern bereits im Vorfeld nach unseren Angaben aufgebaut. Zudem entstanden vor Ort ein edel furnierter World-Brett-Klon, ein Schrank-Klon aus Umzugskartons und eine lehnenlose Kunstledercouch (Typ "Sigmund Freud"), die sich ideal als flexible Elemente zum Nachstellen des Öltankers der Smoker, der "Deace", verwenden ließen. Die Veranstalter ermöglichten uns zwei ausgedehnte Drehtage mit über 20 neuen konzentrierten Darstellern. Aus Stuttgart gab es eine Auswahl geklonter Details aus dem "Original"-Klon, soweit sie sich zu Fuss und per Bahn schleppen ließen.


In october 2005 the clone was guest in Rathenow, Brandenburg, on the First Filmfestival Havelland
The basic construction was done in advance by our hosts and many great details guaranteed two
shooting days in a concentrated atmosphere with more than 20 new actors.english translation of interview here

Auszüge aus Interview mit Winfried Gerling, Professor für Konzeption und Ästhetik der neuen Medien im Studiengang Europäische Medienwissenschaft an der Fachhochschule Potsdam und einer der Initiatoren von "08/16 - Filmtage Havelland", sowie zuständig für die Filmauswahl des Programmblocks "Remakes" Interview: Silke Hennig. Abgedruckt im Festivalkatalog

Frage: "(...)"Remakes". Was hat es damit auf sich?"
Winfried Gerling: "(...) Remake ist schon fast ein falscher Begriff. "Remake" heißt ja eigentlich immer das Nachdrehen eines Filmes, den es schon gegeben hat (...) Aber darüber hinaus gibt´s im Amateurfilm eben auch das Nachahmen einer Geste, das Nachmachen des Regisseurseins sozusagen, des Hauptdarstellerseins, des Produzentenseins - und das aber auch mit einer großen Ernsthaftigkeit. Das ist im Grunde mein persönlicher Anknüpfungspunkt."
Frage: "Also spiegelt denn der Amateurfilm, insbesondere das Remake, das professionelle Filmschaffen - oder in welchem Verhältnis stehen die beiden zueinander?"
"(...)insofern, als der Amateur das professionelle Filmschaffen in jeder Weise imitiert oder vielleicht sogar übertreffen will, weil er meint, dass er z.B. werkgetreuer sein kann als jemand, der vielleicht in kommerziellen Zusammenhängen Spielfilme produziert. Da kann ich vielleicht näher auf ein Projekt eingehen, das im Rahmen des Festivals gezeigt wird, und zwar Wotørwoerld aus Stuttgart. Die Betreiber sind Künstler, die einen Klub gegründet haben und sich einmal in der Woche dort treffen, um den Film "Waterworld" nachzudrehen. Sie drehen in einem kleinen acht oder zehn Quadratmeter großen Raum und sind nicht im eigentlichen Sinn Amateure, aber sie betreiben diesen Gestus des Amateurs professionell auf der Ebene des Künstlers. Das ist also noch einmal eine komplizierte Wendung des Amateurs, der ja vielleicht im Künstler auch immer ein bisschen drin steckt. Ich finde, gerade dieses Projekt ist extrem spannend, weil es zwar eins zu eins den Ton des Originals adaptiert, das Ganze aber auf der anderen Seite wirklich in sehr, sehr gebastelter Umgebung stattfindet, die irgendwie mit ganz einfachen Hilfsmitteln nachgebaut wird. Dieser Film hat inzwischen etwa 150 Darsteller, weil jede Woche jemand anderes mitspielt, aber es gibt auch so eine gewisse Kontinuität in dem Film. Dieses Projekt ist noch mal auf eine andere Weise eine Reflektion dieses Themas. (...)

(...)Der Film "Wotørwoerld" heißt eben "Wotørwoerld" und nicht "Waterworld". Ich weiß nicht, ob die Macher das aus rechtlichen Gründen gemacht haben oder nicht, denn die Rechte-Frage spielt natürlich tatsächlich auch immer eine Rolle bei diesen Remakes.
Da trifft man sich also seit ungefähr zehn Jahren in Stuttgart immer an einem bestimmten Tag in der Woche in einem kleinen Klub, das heißt in einem Raum, der ungefähr 4,5 x 2,5 m groß ist, und man sitzt dann da in einem Ambiente, das ein bisschen aussieht wie so ein typischer Berlin-Mitte-Wohnzimmer-Klub oder eine Art Wohnzimmerkneipe. (...)
Der Film wird dort zum Originalton gedreht und inszeniert. Es werden also die Rollen übernommen, aber es werden auch kleine "Animationselemente" eingebaut. Dort wird mit wirklich einfachsten gebastelten Mitteln gearbeitet, beispielsweise hängt eine Sonne an der Angel und wackelt durchs Bild oder kleine Boote werden mit Tesakrepp und Plastikflaschen gebastelt und fahren dann auf Plastikfolie - wie bei der Augsburger Puppenkiste - übers Wasser. Das ist irgendwie auch großartiges jungenhaftes Nachmachen und natürlich auch ein Neu- und Uminterpretieren. Kevin Costner ist in dem Film ja eigentlich auch wie so ein großer Junge mit unglaublichem Abenteuer-Ideenreichtum, der aber auch irgendwie völlig verblendet diesen Wahnsinnsflop nicht in den Sand, sondern ins Wasser setzt. Das Sympathische in diesem riesigen Scheitern will das Projekt, glaube ich, auch irgendwie nachvollziehen.
Der Film ist wahrscheinlich eine Zumutung, wenn er fertig ist, aber das, was ich bisher gesehen habe, ist unglaublich komisch und teilweise sehr interessant anzusehen. Ich weiß nicht, ob man das wirklich zwei Stunden gucken möchte, aber ich weiß auch nicht, ob man das Original zwei Stunden sehen wollte.

Das Interessante an diesem Projekt ist darüber hinaus, dass die Betreiber einen sogenannten Klon ihres Klubraums mitbringen, wenn sie den Film außerhalb von Stuttgart zeigen. So wird dann vor Ort quasi eine weitere Episode gedreht. Inzwischen sind ungefähr 70 Minuten fertig. Die Gesamtlänge des Originalfilms ist auf jeden Fall über zwei Stunden - da haben die noch ein bisschen zu tun. Der Dreh läuft jetzt seit zweieinhalb Jahren, und das ist vielleicht auch was sehr Wesentliches, dieses Nichtfertigwerden, der Prozess des Machens. Das ist hier von Anfang an mitgedacht, dass es natürlich ewig dauert, bis der Film fertig wird, wenn man nur einmal in der Woche abends weiterdreht. (...)

English translation: Extracts from an interview with Winfried Gerling, Professor for Conception and Aesthetics of New Media in the course European Media Studies at the Fachhochschule Potsdam, and one of the initiators of “08/16 – Filmtage Havelland” (Havelland Film Festival), where he is responsible for the film selection for the programme block “Remakes”. Interview: Silke Hennig. Printed in the festival catalogue.
Question: “(…) “Remakes”. What is this supposed to mean?
Winfried Gerling: “(…) Remake is almost a false term. “Remake” actually always means the refilming of a film which already exists (…) But alongside this we find something in amateur film-making which is the imitation of a gesture, the re-creation of being a director as it were, of being a leading actor, of being a producer – and doing this with great seriousness. That is essentially my personal point of connection.
Question: “So the amateur film, in particular the Remake, is a reflection of professional film-making – or what relation do the two have to each other?”
“(…) in that the amateur wants to in every way imitate or maybe even surpass professional film-making because he thinks that he can, for example, be more true to his work than someone that maybe produces films in a commercial context. Maybe I can here look more closely at one project that will be shown in the festival which is Wotørwoerld from Stuttgart. The makers are artists who have founded a club and who meet there every week to refilm the film “Waterworld”. They film in a small eight or ten square metre space and are not in the real sense amateurs but practise the gesture of amateurism professionally on the level of the artist. So this is again a complicated twist on the concept of the amateur, who, to some extent, can probably always be found in the artist. I find this project in particular extremely exciting, because although it adapts the sound of the original one to one, the whole thing takes place on the other hand in very, very provisional surroundings, that are somehow recreated with very simple means. Up to now, the film has about 150 actors because somebody new takes part every week, but this also gives the film a certain sense of continuity. This project is again a reflection of this theme in another way.(…)
(…) after all, the Film "Wotørwoerld" is called "Wotørwoerld" and not "Waterworld". I don’t know if the makers did that for legal reasons or not, as legal questions of course really do always play a part in remakes.
So for about the last ten years you’ve been meeting up one day a week in Stuttgart in a club, well actually a room, which is approximately 4.5 x 2.5 m in size, and you sit there in an atmosphere that looks a bit like a typical lounge club in Berlin Mitte or a kind of bar in a living room. (…)
The film is staged and filmed to the original sound. The roles are then adopted but there are also small “animation elements” built in. The most simple and provisional means are used, for example, a sun hangs from a fishing line and wobbles through the scene or small boats are built with masking tape and plastic bottles and sail on plastic film – like in the Augsburger Puppet Theatre – over the water. It’s somehow both a fantastic puerile imitation and also of course a new and re-interpretation. Kevin Costner is actually in the film like some kind of big boy with an incredible idea for an adventure, but who somehow gets completely blinded, and instead of setting this insane flop in the sand he sets it on the water. I think it’s the endearing aspect of this huge failure which this project wants to convey.
The film will probably be an imposition on the viewer when it’s finished, but what I’ve seen up to now is incredibly funny and sometimes extremely interesting to watch. I don’t know if you would really want to watch it for two hours, but I also don’t know if you would want to watch the original for two hours.
What’s also interesting in this project is that the organisers bring a so-called clone of their club room when they show the film outside Stuttgart. In this way a further episode is then quasi filmed on site. About 70 minutes are finished up to now. The total length of the original film has to be over two hours – they’ve still got a bit to do. The filming has been going on for the last two and a half years, and that is also maybe something fundamental to the project, this never being finished, the process of making. This factor was taken into account from the beginning, that it would of course take ages before the film would be finished when you only shoot one evening a week. (…)
Bild 1: Kulturhaus mit Wotørwoerld-Motto
Bild 2: Hotel Tivoli
Bild 3 und 4: Klon im kleinen Klubraum
Bild 5 bis 7: Drehs des Sprungs von der Deace
Bild 8: Winfried Gerling als Deacon
Bild 9: Unsre Gastgeber
Bild 10: Aufgang zum kleinen Klubraum


Bilder aus Rathenow 2005

01kulth.jpg image/jpeg
61752 Bytes
12/21/2005 01:45:36 PM
02Tiv.jpg image/jpeg
43009 Bytes
12/21/2005 01:44:09 PM
08Deac.jpg image/jpeg
60017 Bytes
12/21/2005 01:44:29 PM
09alle.jpg image/jpeg
55173 Bytes
12/21/2005 01:44:47 PM
10p.jpg image/jpeg
89186 Bytes
12/21/2005 01:45:16 PM
havel0503.jpg image/jpeg
53333 Bytes
12/21/2005 01:46:22 PM
havel0504.jpg image/jpeg
86278 Bytes
12/21/2005 01:46:04 PM
havel0505.jpg image/jpeg
85446 Bytes
12/21/2005 01:47:10 PM
havel0506.jpg image/jpeg
62744 Bytes
12/21/2005 01:47:33 PM
havel0507.jpg image/jpeg
53295 Bytes
12/21/2005 01:47:52 PM

Shirjaevo 2005

"Twoie Klub" hat sich im August 2005 auf der internationalen Biennale "love between europe and asia" in dem Dörfchen Shirjaevo an der Wolga bei Samara (vorm. Kubischev) geklont.
Es gab zwei Versionen: Eine im Lehrerzimmer der Gastschule, bis der Fernseher dort den Geist aufgab, und eine im Vorgarten eines traditionellen Landhäuschens, über sechs weitere Tage reger Treffpunkt und Arbeitsplatz für Wotørwoerld-dreharbeiten mit insgesamt 20 neuen und routinierten Darstellern aus aller Welt.

"Twoie Klub" has cloned itself in August 2005 on the international biennal "love between europe and asia" in the village Shirjaevo at the Wolga river nearby Samara (former Kubischew).
There were two versions: One in the teachers office of the host school, until the TV passed away, and one in the yard of a traditional countryside house, for six days vivid meeting point and work place for Wotørwoerld-shootings with altogether 20 new and routeened actors from all over the world.

Bilder aus Wolgawørld 2005

001Briefkast.jpg image/jpeg
85581 Bytes
09/09/2005 03:24:12 PM
01Klontotale.jpg image/jpeg
71445 Bytes
09/09/2005 03:24:18 PM
095.jpg image/jpeg
82886 Bytes
09/09/2005 03:25:42 PM
wolga0502.jpg image/jpeg
81799 Bytes
09/09/2005 03:24:24 PM
wolga0503.jpg image/jpeg
158716 Bytes
09/09/2005 03:24:52 PM
wolga0504.jpg image/jpeg
73606 Bytes
09/09/2005 03:24:58 PM
wolga0505.jpg image/jpeg
75132 Bytes
09/09/2005 03:25:04 PM
wolga0506.jpg image/jpeg
97806 Bytes
09/09/2005 03:25:11 PM
wolga0507.jpg image/jpeg
78152 Bytes
09/09/2005 03:25:18 PM
wolga0508.jpg image/jpeg
141791 Bytes
09/09/2005 03:25:29 PM
wolga0509.jpg image/jpeg
77885 Bytes
09/09/2005 03:25:35 PM
wolga0510.jpg image/jpeg
154030 Bytes
09/09/2005 03:25:54 PM
wolga0511.jpg image/jpeg
138154 Bytes
09/09/2005 03:26:04 PM
wolga0512.jpg image/jpeg
145177 Bytes
09/09/2005 03:26:16 PM
wolga0513.jpg image/jpeg
70614 Bytes
09/09/2005 03:26:21 PM
wolga0514.jpg image/jpeg
146680 Bytes
09/09/2005 03:26:33 PM
wolga0515.jpg image/jpeg
17287 Bytes
09/09/2005 03:26:35 PM
wolga0516.jpg image/jpeg
17944 Bytes
09/09/2005 03:26:36 PM

Salzburg 2005

Am 24. April 2005 war Dein Klon zu Gast in Salzburg, im Künstlerhaus Galerie 5020 als Teil der Ausstellung "Play it again" im Rahmen des basic-festivals.

Bilder vom Klon in Salzburg

imgp4358h.jpg image/jpeg
41136 Bytes
09/10/2005 12:11:46 AM
imgp4370.jpg image/jpeg
111120 Bytes
09/10/2005 12:11:55 AM
imgp4374.jpg image/jpeg
117382 Bytes
09/10/2005 12:12:07 AM
imgp4376.jpg image/jpeg
111041 Bytes
09/10/2005 12:12:16 AM
imgp4390.jpg image/jpeg
112729 Bytes
09/10/2005 12:12:23 AM
imgp4395.jpg image/jpeg
76133 Bytes
09/10/2005 12:12:30 AM
imgp4406h.jpg image/jpeg
49920 Bytes
09/10/2005 12:12:36 AM
imgp4409h.jpg image/jpeg
45305 Bytes
09/10/2005 12:12:41 AM


Nürtingen 2004

Von 21. 10. bis 2. 12. 2004 war jeden Donnerstag der Klon im Schauraum des Zentralsaals der Stadthalle in Nürtingen und es wurde dort auch immer von 20 - 24 Uhr gedreht. Ca. 160 Akteure haben bisher mitgespielt. Das erste Mal stand der Klon ganz frei. Bilder hier.

Foto-Triennale Esslingen 2004

Triennale-Text aus dem Leporello:


Dein Klub


Interaktive Rauminstallation "Dein Klub-Klon" im Erdgeschoss der Galerie im Heppächer Esslingen (18.7.-3.10.04, Di 11-20, Mi-So 11-18 Uhr)


Drehtage: So 18.7., 16-18 Uhr, Di 20.7., 20-22 Uhr., Di 24.8., 20-22 Uhr., Di 14.9., 20-22 Uhr; So 3.10., 16-18 Uhr


Klub-Klon-Abende mit Film/Foto-Präsentationen von Künstlern: 18.7.-3.10., jeden Dienstag 20-22 Uhr; Infos: Tel./Fax 07031/46 93 52


"Dein Klub" verlegt die seit Frühjahr 2002 laufenden Dreharbeiten für das Trash-Remake von Kevin Costners Endzeitepos "Waterworld" von seinem angestammten Raum, der Abstellkammer von Oberwelt e.V., in das Erdgeschoss der Galerie im Heppächer und bezieht bei diesem "Außendreh" das Publikum als Kulisse und Komparsen mit ein. Die Monstrosität und Dekadenz der Filmbauten konterkarierend, zugleich aber den Bastel-Flair der Hollywood-Kulisse aufnehmend, entstand hier eine gewitzte Mischung aus Installation und Filmstudio. Um eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten, wurde die ursprüngliche Einrichtung des Klub-Raums nachgebildet bzw. abgebildet - teilweise als Gemälde oder Skulptur, teilweise auch in skurrilen Materialien wie Lebkuchen oder Spaghetti.


Marko Schacher


Bilder vom Klon in Esslingen 2004

imgp3220.jpg image/jpeg
51703 Bytes
09/09/2005 04:49:07 PM
imgp3300.jpg image/jpeg
50713 Bytes
09/09/2005 04:54:30 PM

Sonntag Aktuell 13. Juni 2004

Die Seele Hollywoods in einer Abstellkammer: Auf zehn Quadratme­tern dreht eine Stuttgarter Künstlergruppe seit zwei Jahren den Film "Waterworld" nach. Verbleibende Drehzeit: zwei weitere Jahre.

Und alles nur wegen eines Kinoflops


Dreharbeiten

Gut, bei Kevin Costner verliefen die Dreharbeiten zu "Waterworld" etwas professioneller und kostenintensiver. Dafür haben die Filmfreunde in der Stuttgarter Galerie "Oberwelt" mehr Spaß. Bild: Heinz Heiss


"Sei einfach unwertes Leben!" Marco schaut etwas irritiert und nestelt ratlos an seiner Halskette aus Bierdeckeln. Peter Haury legt seine Minikamera kurz zur Seite, drückt die Rückwärtstaste des Video­recorders und lässt die Szene noch mal laufen. Auf dem Bildschirm sitzt Kevin Costner auf dem einsamen Ozean einem nervö­sen, ungepflegten Typen mit Halskette ge­genüber, der ihm eine Frau mitsamt Kind abkaufen will.

Marco hingegen sitzt auf einer alten, aufgeplatzten Couch; die Couch steht in einem mit Gerümpel voll gestopften kleinen Raum namens "Dein Klub", der früher mal als Abstellkammer für eine Stuttgarter Gale­rie diente. Im Hintergrund wackelt und singt eine lachende Puppe, die mit Granate und Gewehr stark an eine Guerillakämpferin erinnert. Sie stellt heute das Kind dar. Und Marco soll jetzt so tun, als ob er auf dem Ozean mit Kevin Costner spricht.

Seit zwei Jahren drehen Peter Haury und seine Mitstreiter auf den etwa zehn Quadrat­metern der Kammer den Streifen "Waterworld" (Wasserwelt) unter dem germanisier­ten Titel "Wotørworld" nach. "Waterworld", der damals teuerste Film "aller Zeiten", lief 1995 in den Kinos an und erzählt die Geschichte eines Endzeithelden, der nach dem letzten noch nicht überfluteten Stück Land sucht. Der Streifen galt als missraten und wegen der gigantischen Kosten als kommerzieller Flop. Für den bekennenden Costner-Hasser Haury die perfekte Gelegen­heit, seinem "Feind" mit genüsslicher Häme beim Karriereknick zuzuschauen.

Doch das Werk beeindruckte ihn nachhal­tig. "Waterworld ist die Seele Hollywoods", sagt Haury heute. Eine irre Mischung aus "Mad Max" und Familienfilm. "Da ist alles drin. Ich habe noch in keinem anderen Film so viele Klischees und typische Schlüsselszenen des Mainstreamkinos gefunden wie hier." Einsamer Held mit weichem Knie, resolute, aber dumme Frau, die erst wider Willen gerettet wird und sich zum Ende willig hingibt, hässliche Bösewichte - "ge­nial übel", findet Haury. Jahrelang nervte er seinen Bekanntenkreis mit Anspielungen und Zitaten aus "Waterworld". Bis es den restlichen Besuchern von "Dein Klub" - viele mit künstlerischem Hintergrund - reichte. Damit Haury endlich Ruhe gebe, schlug jemand vor, den Film jetzt einfach mal nachzudrehen.

Und das tun sie mit großer Präzision mit den Mitteln, die in einer ehemaligen Abstell­kammer eben zur Verfügung stehen. In "Waterworld" schmelzen die Polkappen, in "Wotørworld" Zuckerstücke in einer Schale, hier kämpfen die bösen Angreifer eines Flüchtlingsatolls auf Schnellbooten und mit Maschinengewehren, dort ruckeln sie mit Campingstühlen auf der Stelle und ballern mit Besenstielen, statt einer Stichflamme fliegt eine Lichterkette durchs Bild. "Wotørworld" soll jedoch mehr sein als ein parodistisches Spaßprojekt. "Nachdrehen bedeutet analysieren", sagt Haury. Wie funktionieren all die Klischees, und wie findet man eine kritische Distanz zur Hollywoodindustrie? "Natürlich ist Waterworld ein kulturelles Betäubungsmittel, das nur auf Effekte setzt. Andererseits ist er handwerklich perfekt gemacht, und auf der Ebene gefällt er uns dann auch." Mit dem Film könne die Gruppe sich am besten mit diesem Wider­spruch auseinander setzen. "Aus den Bil­dern. die wir brechen, entstehen neue", erklärt Haury ernst, denkt kurz nach, lacht dann und fügt hinzu: "Okay, außerdem ist das eine prima Möglichkeit, auf eine kulti­vierte Art infantil zu sein."

Stefanie Rehling, eine von etwa 30 regel­mäßigen Teilnehmern an den wöchentli­chen Drehs, pflichtet ihm bei: "Als Künstler brauchst du so komische Sachen, die du benutzen kannst." Sie kommt extra aus Wiesbaden, um mitzuspielen - meist böse, martialische Männer. "Mich fasziniert der enge körperliche Kontakt zu Leuten, die ich nicht kenne. Wenn die Kamera läuft und jeder alles gibt, kann ich mit einer fremden Frau auf dem Boden kämpfen, und es ist völlig normal." Hinter der Kamera musste sie jedoch noch niemanden verprügeln, sagt sie. Alles gehe demokratisch zu. Jeder könne jede Rolle spielen. Da die "Wotørworld"-Szenen mit der Originalsynchronisation unterlegt sind, kann der Zuschauer die Personen immer ihren "Waterworld"-Vorbildern zuordnen. Heute entscheidet sich Steffi für die Costner-Rolle, verkrampft ihr Gesicht zum typischen "Verschwindet, ich bin gefährlich"-Ausdruck und tauscht Frau und Kind tatsächlich gegen ein Stück Pa­pier.

Das erste Jahr war noch allein Haury auf die Costner-Figur festgelegt. "Aber bei den Vorführungen bin ich erschrocken, wie au­thentisch ich rüberkomme - exakt das glei­che Macho-Gehabe, da fehlte die kritische Distanz." Zusammenschnitte liefen bereits auf mehreren Filmfestivals.

Auch für einige Außendrehs hat das Pro­jekt "Wotørworld" die Abstellkammer einer Stuttgarter Galerie schon verlassen. Demnächst bauen Haury und Co. "Dein Klub" auf der Esslinger Fototriennale nach. So sollen möglichst viele Außenstehende in den Film integriert werden. "Wir kommen derzeit auf über 100 Darsteller", sagt Haury. Darunter waren auch vier australische Touristinnen, die sich mehr oder weniger versehentlich in "Dein Klub" verirrten. Sie wurden rekru­tiert, um als hysterische Atollbewohnerinnen über Costner alias Haury herzufallen und seinen Samen zu rauben.

Haury rechnet, dass mit dem bisherigen Tempo noch zwei Jahre ins Land gehen, bis der letzte "Wotørworld"-Costner die Lippen zum letzten "Waterworld"-Satz bewegt. Sor­gen, dass bis dahin niemand mehr Bock aufs Drehen hat, macht er sich nicht. Schon drehen sich Gespräche über Nachfolgeprojekte, etwa "Der Herr der Ringe" in einer Plattenbausiedlung. "Filmen gehört zu unserer Lebenspraxis. Wir haben schon mehr Zeit mit Waterworld verbracht als die Ma­cher", sagt Haury. Komplett angesehen hat er sich den Film allerdings nicht mehr. Im Flugzeug lief er mal, aber da ist er eingeschlafen. Steffen Becker

17. Stuttgarter Filmwinter 2004

Katalogtext Filmwinter:


In Wotørwoerld ist nichts umsonst

Seit ca. sieben Jahren sitzen wir jeden Montag in Dein Klub, betrieben von Jens Hermann in der Abstellkammer von Oberwelt e.V. Seit fast zwei Jahren drehen wir in diesem Raum mit bisher ca. 100 immer schneller wechselnden Darstellerinnen und Darstellern "Wotørwoerld", einen 120-Minuten-Spielfilm bei dem wir Lippen-Synchronizität anstreben mit "Waterworld". Gedreht mit Kevin Costner, war dies damals (bis Titanic kam) der teuerste Film der Welt. Vernichtet von der Kritik, die doch bei "Der mit dem Wolf tanzt" stillhielt. Egal. Wir halten die Hollywood-Flut an. Das Eis der Polarkappen ist geschmolzen und die Kontinente der political correctness sind im Ozean versunken. Die Überlebenden schaffen sich eine neue Welt. Auf dem Filmwinter klont sich Dein Klub an den Ballroom im Filmhaus zum öffentlichen Aussendreh.

In Wotoerwurld nothing is in vane.

For seven Years every monday we sit in Your Club, run by Jens Hermann in the backyard-chamber of Oberwelt e.V. For almost two years in this chamber with about 100 acting participants, which change faster and faster, we shoot "Wotoerwurld", a 120-minutes-film, in which we aspire lip-synchronity with "Waterworld". Shot with Kevin Costner, this in its time (until Titanic came) was the most expensive movie of the world. Destroyed by the critic, which kept calm at "Dances with the wulf" though. Anyway. We stopp Hollyflood. The ice of the polar caps is melted and the continents of PC are drowned in the ocean. The survivors create their new world. On filmwinter Dein Klub is cloning itself to the ballroom in filmhouse for a public shot.


Bilder vom Klon zum FiWi 2004

fiwi2004-907.jpg image/jpeg
104881 Bytes
07/17/2004 08:00:20 PM
fiwi2004-911.jpg image/jpeg
100355 Bytes
07/17/2004 08:00:33 PM
fiwi2004-913.jpg image/jpeg
48226 Bytes
07/17/2004 08:00:38 PM
fiwi2004-918.jpg image/jpeg
32739 Bytes
07/17/2004 08:00:40 PM
fiwi2004-919.jpg image/jpeg
32198 Bytes
07/17/2004 08:00:45 PM
fiwi2004-922.jpg image/jpeg
35927 Bytes
07/17/2004 08:00:49 PM
fiwi2004-924.jpg image/jpeg
28961 Bytes
07/17/2004 08:00:54 PM
fiwi2004-925.jpg image/jpeg
96481 Bytes
07/17/2004 08:00:09 PM

Bilder vom Klon für "Manni" 2003

manni-10.jpg image/jpeg
61684 Bytes
07/17/2004 08:03:55 PM
manni-11.jpg image/jpeg
46121 Bytes
07/17/2004 08:04:02 PM
manni-12.jpg image/jpeg
67215 Bytes
07/17/2004 08:04:09 PM
manni-13.jpg image/jpeg
61597 Bytes
07/17/2004 08:04:18 PM
manni-14.jpg image/jpeg
66177 Bytes
07/17/2004 08:04:27 PM
manni-15.jpg image/jpeg
72097 Bytes
07/17/2004 08:04:36 PM
manni-16.jpg image/jpeg
77502 Bytes
07/17/2004 08:04:44 PM
manni-17.jpg image/jpeg
51456 Bytes
07/17/2004 08:04:49 PM
manni-18.jpg image/jpeg
57761 Bytes
07/17/2004 08:04:55 PM
manni-19.jpg image/jpeg
65558 Bytes
07/17/2004 08:05:01 PM
manni-20.jpg image/jpeg
63558 Bytes
07/17/2004 08:05:07 PM
manni-k1.jpg image/jpeg
116568 Bytes
07/17/2004 08:05:32 PM
manni-k2.jpg image/jpeg
113263 Bytes
07/17/2004 08:05:42 PM
manni-k3.jpg image/jpeg
112033 Bytes
07/17/2004 08:05:54 PM
manni-k4.jpg image/jpeg
100858 Bytes
07/17/2004 08:06:03 PM
manni-k5.jpg image/jpeg
88663 Bytes
07/17/2004 08:06:14 PM
manni-k6.jpg image/jpeg
98660 Bytes
07/17/2004 08:03:18 PM
manni-k7.jpg image/jpeg
94690 Bytes
07/17/2004 08:03:26 PM
manni-k8.jpg image/jpeg
92506 Bytes
07/17/2004 08:03:38 PM
manni-k9.jpg image/jpeg
65516 Bytes
07/17/2004 08:03:45 PM
manni-k10.jpg image/jpeg
123746 Bytes
07/17/2004 08:05:20 PM

^ nach oben

Letzte Änderung: 01/11/2013 02:54:22 PM