(english)Ein wenig Gestaltung und so viel Bedeutung wie möglich.
Der Konzeptualismus von Thomas Ulm ist i n t e l l e k t u e l l
insofern, als er häufig begrifflich oder sprachlich motiviert die
Bedeutungsspannen von "Materialien" überprüft, die er auf Zwischentöne
dreht und wendet, bis sich ein künstlerisch anschauliches
Entfaltungspotential nachspüren lässt.
Sachverhalte, die sich alltäglich gesehen eher als Anwendungen oder
abstrakte Prozesse zeigen, breitet er in ihrer ganzen Dimension vor uns
aus und schafft mit dieser Aufmerksamkeit einen Betrachtungsrahmen, der
auf ihr Gestaltpotential hinweist.
Ulms Blick macht auch vordergründig unbildhafte Phänomene zu Motiven.
Er betrachtet Punkte, an denen sich Lebensfeld und Kunstfeld berühren.
Vertrautes wird seinem gewöhnlichen Gebrauch entzogen und erhält
durch die künstlerische Durchdringung auf verborgene Bedeutungen hin
eine figurative Ansichtigkeit seiner grundsätzlichen Beschaffenheit.
Alles versammeln. Alles wählen. Alles finden.














