(english version below) Eva-Maria Reiner reflektiert in ihrer Arbeit, inwiefern ihr bildnerisches Schaffen Werkzeug von Mitteilungen sein kann. Ein besonderer Aspekt der Arbeiten ergibt sich aus dem Interesse an Kommunikationsstrukturen, dem Ineinandergreifen von visuellen und sprachlichen Elementen. Sie beschäftigt sich mit Schrift und Wörtern losgelöst von narrativen Praktiken.
Ausgangsmaterial der Werke sind am Computer gesetzte, am Drucker vervielfältigte und anschließend aus den Papieren geschnittene Buchstaben, Wortfragmente, Wörter oder Wortketten. Sie bilden die Basis für Papiercollagen oder sie werden in Pappuntergründen fixiert, aus denen sie hervorragen: Zungen gleich oder als raumgreifende Wellenbewegungen, als Schlaufen- und Knotenformationen. Dabei entstehen von der Künstlerin sogenannte Textfelder, die in Vitrinentürme eingefügt werden. Diese Türme entstehen durch Schichtung von Papprahmen und Glasscheiben, zwei weitere wichtige Elemente und Materialien der Arbeit von Eva-Maria Reiner. Es ergibt sich der Charakter von architektonischen wie auch von mathematisch-geometrischen Modellen, der Anschein von Notationsverfahren, die szenische Entwürfe und Bewegungsabläufe skizzieren.
Eröffnung am Freitag, 8. Mai, 19:00 Uhr
Zur Eröffnung spricht der Autor Gilbert Fels.
Besichtigung der Ausstellung bis 6. Juni montags 19:30 bis 23 Uhr, freitags 15 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 0151-67602730 oder 0711-650067 oder invitation (at) oberwelt.de