(english version below) In verschiedenen Projekt-Studien analysiert Stogova - beginnend mit der Felsenmalerei der Altsteinzeit und bis zum Ende des 20. Jahrhunderts - Farbpalette, Physiologie und Evolution des menschlichen Sehvermögens in der Geschichte der Malerei, sowie eine „Farbenlinguistik“ d.h. die Farbwahrnehmung in Werken der Weltliteratur. Im Projekt „Geschichte der Künste“, 2019 bis heute, schlägt Stogova ein eigenes, emotionales, individuelles Umdenken der Werke durch das Prisma ihres Schaffens vor. Im Projekt „Krieg und Frieden“ gelangen Kunstwerke in ihr Sichtfeld, die dem Krieg oder dem Frieden gewidmet sind. Der Serie „HD-1929“ dienen schematische Zeichnungen aus einem 1929 erschienenen Harley-Davidson Motorrad Betriebs- und Reparaturhandbuch.
Mit diesen beiden Werkkomplexen kombiniert Stogovas Ausstellung in der Oberwelt das Sound-Projekt „Bilder einer Ausstellung“, für das sie mit Sound-Programmen Collagen aus einer Sammlung von Klängen und Geräuschen kreiert, die sie selbst im Laufe mehrerer Jahre mit dem Diktiergerät aufgenommen hat.
Oksana Stogova, geboren 1970, lebt und arbeitet als Künstlerin, Lehrerin und Kuratorin in Stuttgarts russischer Partnerstadt Samara. 2002 hat sie in ihrer eigenen Werkstatt die Galerie „T-ROOMS“ ins Leben gerufen, wo auch bis heute Underground-Ausstellungen stattfinden (Co-Kurator Aleksej Zajcev, Russland, Jürgen Kierpsel, Deutschland). 1997 war Oksana die erste Stipendiatin des Kunstvereins Stuttgart, von 1998 bis 2020 Teilnehmerin und Organisatorin der Kulturbeziehungen zwischen den Partnerstädten Stuttgart und Samara, seit 2025 ist sie Mitglied der Selbstorganisation der modernen Künstler Samaras ‘Palatka Group‘ (Palatka, Florida, ist ebenfalls Partnerstadt von Samara)
Eröffnung am Freitag, 17. April, 19:00 Uhr
Besichtigung der Ausstellung bis 2. Mai Montags 21:30 bis 24 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 0711-650067 oder invitation (at) oberwelt.de