(
english)In
der Museumsnacht im März 2012 lud Matsuzaka die Bevölkerung ein,
ihre eigenen körpereigenen Nährstoffe mitzubringen oder spontan
zu spenden, und sie (gegen eine geringe symbolische Bearbeitungsgebühr)
in persönlichen Dünger umwandeln zu lassen. Teilnehmende (und Öffentlichkeit)
werden während des nächsten Jahres den Prozess dieser Umwandlung
bis zu ihrer Vollendung verfolgen können. Nach Abschluss der Fermentierung
im März 2013 wird jede/r Teilnehmende dann im Juli 2013 einen Topf
mit einer besonderen Blume erhalten, die mit dem Dünger gewachsen sein
wird, den sie/er herzustellen halfen.
Die Künstlerin wird Teilnehmende und Interessierte mit einer Methode zur
Herstellung schwarzer Amazonas-Erde bekanntmachen, die insbesondere Belange
der Hygiene und Seuchenvorbeugung berücksichtigt.
Ein leckeres, reichhaltiges, selbstbereitetes Buffet mit Kompostsammlung
der Abfälle und Trockentoilette bildeten Elemente der Einladung, im urbanen
Kontext Stuttgarts den eigenen Körper in den natürlichen Kreislauf einzubeziehen
und einen ersten Schritt zur Beschäftigung mit versteckten oder unaussprechlichen
Aspekten unseres Alltags zu tun.
Unsere Ausscheidungen bergen viele nützliche Nährstoffe für Pflanzen,
und seit Urzeiten verwendet die Menschheit sie für die Landwirtschaft
wieder.
Die Intention der Übung ist es, unsere Werte zu hinterfragen und möglicherweise
zu verändern.
Die Künstlerin wünscht sich, dass Teilnehmende die Erfahrung machen, dass
Körperausscheidungen weder schmutzig noch beschämend sind. Darüberhinaus
mag man im Umgang mit Material, das als unwert angesehen wird, eine persönliche
Rolle in Prozessen der Natur (wieder-)entdecken, die durch soziale und
technische Fortschritte vergessen oder unterdrückt wird.
Mit freundlicher Unterstützung von

&
(www.triaterra.de)
Initial-Aktion Samstag, 17. März, 19.00 Uhr
vorbereitende Einführungs-Veranstaltung Sonntag, 11. März, 16.00 bis
17.00 Uhr
Ausstellung aufgrund der Fermentierungsdauer verschoben auf Juli 2013.

Stuttgarter Zeitung vom 17. 3. 2012
A basic exercise
Ayumi Matsuzaka
On the Night of Museums, the artist Ayumi Matsuzaka has invited the
public to bring along or spontaneously donate nutrients produced by their own body
and allow them (for a small symbolic service fee) to be transformed
into their own personal fertiliser. During the year, participants (and
general public) will be able to follow the transformation process. On
completion of the composting process each participant will be given
a pot with a special flower that has been grown in the fertiliser that
they helped make.
The artist will introduce participants and interested members of the
public to a method of producing Amazonian dark soil that pays particular
attention to hygiene and prevention of disease.
A delicious, rich, homemade smorgasbord, compost bin and composting
toilet are all elements of an invitation to integrate one's own body
into the natural cycle in the urban context of Stuttgart and to take
the first step towards dealing with hidden and unmentionable aspects
of our everyday lives.
Our bodily excretions contain many useful nutrients for plants, and
humans have recycled it for agricultural purposes since the beginning
of time.
This project aims to challenge and possibly change our values.
The artist wants participants to experience that body waste is neither
dirty nor embarrassing. Furthermore, she hopes that by dealing with
a material that is considered worthless people can (re-)discover their
personal role in processes of nature that have been forgotten or repressed
by social and technological progress.
Supported by
(www.triaterra.de) &
First Event, Saturday, 17th March, 7 pm - 2 am
Exhibition postponed because of composting duration to July 2013