Oberwelt e.V.
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AKTUELL
Eröffnung der Abschlussausstellung am 7. Juni
und Rückgabe der Pflanzen

28. April 2013: Die Duftgeranie der Spenderin mit der Nummer 23, kollektive Fermentierung, hat als erste eine Blüte entwickelt.

Die Mutterpflanze blüht schon mehrfach
14. April 2013, bis zu 22° Celsius, Pflanzung der Setzlinge in ihre individuellen Töpfe mit den körpereigenen Nährstoffen
Die zugekauften Setzlinge lassen sich mit einem dünnen Gewebesäckchen aus einer Pflanzpalette heben. Die selbstgezogenen Ableger haben aber auch ordentlich Wurzeln im Sand gebildet.
Die Bioland-Gärtnerei Monika Bender hat fünf verschiedene Sorten von Duftgeranien vorgezogen. Oben links: Pelargonium graveolens, rechts: Pel. altar of roses
oben links: Pel. graveolens, rechts: Pel. lemon fizz
oben links: Pelargonium Peach cream,
rechts: Pelargonium Concolor lace
Standort der Setzlinge an der frischen Luft: Fensterbrett Südseite, vierter Stock
11. April: Ernte der körpereigenen Nährstoffe

Unten: Individuell fermentierte Kisten

4-Personen-Haushalt / Familie mit Kindern

2-Personen-Haushalt / Paar

Museumsnacht-Spender/innen fest, kollektive Fermentierung


Im Erdmantel (tiefbraun) finden sich die Kohlestückchen der Katalytmasse (silbergrau)
und fermentierte, aber farblich noch wahrnehmbar getrennte feste körpereigene Nährstoffe (rötlich braun) Diese werden nur zu 20 bis 30 Prozent in die Erde beigemischt.
Die Bereiche der ehemals flüssigen Nährstoffe sind gekennzeichnet durch ins Bläuliche hinein fermentierte Sägespänezonen (am rechten Rand des Loches). Die weißen Bereiche sind Asche.

Mit der Ernte könnte die zehnfache Menge an Pflanzen gedüngt werden. Die Reste stehen vorerst ungenutzt zur eventuellen Abgabe an die Spender/innen bereit.
Vorläufiger Transport der individuell geernteten Pflanztöpfchen in den Schutzraum eines sonnigen Wohnzimmers, um Schäden durch kalte Nächte zu vermeiden. Endgültige Pflanzung voraussichtlich am Sonntag, den 14. April, da dies laut Mondkalender ein guter Blütentag ist.

9 . April: Die Bioland-Gärtnerei Monika Bender, Obertürkheim, hat unterstützend 50 Pflänzchen vorgezogen, die den Winter über in Waldhausen heranwuchsen.

April 2013: Die eigenen Stecklinge von der Mutterpflanze (rechts) treiben wegen Lichtmangel stark aus. Sie hatten während des kalten Winters aus dem unbeheizten Wintergarten ins dunklere, aber wärmere Schlafzimmer umquartiert werden müssen. Es haben aber fast alle überlebt.
9. November 2012: Die Duftpelargonien-Mutterpflanze ist nach einem Sommer in der Lage, viele Ableger herzugeben.
Sie sollen in einem Drei-Schichten-Bett aus Humus, Sand und wieder Humus über den Winter Wurzeln schlagen.
Im Frühjahr 2013 sollen sie die körpereigenen Nährstoffe aufnehmen und kräftig gedeihen.
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26. Oktober 2012  Stichproben ergeben: Der Fermentierungsvorgang ist insoweit erfolgreich verlaufen, als die Nährstoffe bereits vollkommen geruchsfrei und zu krümeligem Boden geworden sind. Im oberen Bild ist farblich hell noch eine Schicht Asche wahrzunehmen.
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Neben den Kohleschichten sind einzelne, staubtrockene Bereiche in Rostbraun noch unvermischt erhalten. Auch diese sind jedoch geruchsfrei. Trotz vielen Gießens war der Sommer wohl offensichtlich zu trocken. Die Würmer sind  nur noch unter den Kisten zu finden, für den darauffolgenden Tag ist Schneefall angekündigt und sie ziehen sich im Winter zurück.
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Juni 2012: Frisch versandte Kompostwürmer beziehen ihre neue Heimat in den Fermentierungskisten
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Innerhalb weniger Minuten graben sie sich aus ihrer ursprünglichen Kompost-Transport-Masse in den Erdmantel der körpereigenen Nährstoffportionen und werden die Umwandlung beschleunigen.
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Mai 2012: Die Mutterpflanze, eine Duftpelargonie, deren Ableger im Frühjahr 2013 die körpereigenen Nährstoffe in ihre Organismen einbauen sollen, steht in prächtiger Blüte und entwickelt sich nach ihrer Umtopfung bestens.

April 2012: Die körpereigenen Nährstoffe von 18 Familien, die über längere Zeit zuhause gesammelt haben, sowie die von weiteren 40 Spenderinnen, die während der Museumsnacht in der Spendenlandschaft der Galerie flüssige oder feste Nährstoffe in Obhut gaben, sind fachgerecht in Erde gebettet und ruhen nun individuell oder kollektiv in Kompostkisten.


Sammel-Kit-Auslage mit Oregami-Video-Anleitung

Spendenlandschaft mit Duft-Pelargonien-Mutter-Pflanze für
Ableger / Setzlinge.

Spendenlandschaft weiblich für flüssige und feste
körpereigene Nährstoffe, die getrennt gesammelt werden. Dies vereinfacht erstens das Einbringen der Nährstoffe in die Fermentierbetten und bewahrt zweitens die spezifischen Vorteile, die die jeweiligen Nährstoffzusammensetzungen für unterschiedliche Pflanzen haben.

Sammelbetten aus Streu und Erde in Kompostierkisten

Streubett für flüssige Körper-Nährstoffe und kompostierbare
Küchenabfälle von der Zubereitung des Buffets

Buffet mit Reiscurry und Bohnen

Portion blanchierte Sojabohnenschoten in Transport- und
Kompostier-Oregami

Kompostierung der Bohnen-Hülsen und des Transport-Oregamis
durch Besucherin

Registrierung der Spender/innen / Vertragsabschluss zur
Fermentierung gegen symbolisches Pfand

schriftliche Erläuterung des Kreislaufs

mündliche Erläuterung der Aktion während Spendenvorgang
fest im oberen Raum bei geschlossener Zwischentür

anschließender Strom potenzieller Spender/innen in die Spendenzone

Getränkebuffet an der frischen Luft

Schichtwechsel am Buffet / Hygiene: Schürzen fürs Team

Hygiene am Buffet: 1xHandtücher und Flüssigseife-Spender

Aufzeichnungen eines Projekts von Ayumi Matsuzaka in Indien
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Ayumi Matsuzaka erläutert auf dem Einführungs-Seminar für interessierte Mehrmals-Sammler/innen ein Sammel-Oregami.
Auf dem Tisch: Fundstücke der Teilnehmenden zum Thema
"Boden im urbanen Raum".

Bilder von "all my cycle" von Ayumi Matsuzaka,
Berlin 2010-2011





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Eine grundlegende Tätigkeit (A basic exercise)

Ayumi Matsuzaka


(english)In der Museumsnacht im März 2012 lud Matsuzaka die Bevölkerung ein, ihre eigenen körpereigenen Nährstoffe mitzubringen oder spontan zu spenden, und sie (gegen eine geringe symbolische Bearbeitungsgebühr) in persönlichen Dünger umwandeln zu lassen. Teilnehmende (und Öffentlichkeit) werden während des nächsten Jahres den Prozess dieser Umwandlung bis zu ihrer Vollendung verfolgen können. Nach Abschluss der Fermentierung im März 2013 wird jede/r Teilnehmende dann im Juli 2013 einen Topf mit einer besonderen Blume erhalten, die mit dem Dünger gewachsen sein wird, den sie/er herzustellen halfen.
Die Künstlerin wird Teilnehmende und Interessierte mit einer Methode zur Herstellung schwarzer Amazonas-Erde bekanntmachen, die insbesondere Belange der Hygiene und Seuchenvorbeugung berücksichtigt.
Ein leckeres, reichhaltiges, selbstbereitetes Buffet mit Kompostsammlung der Abfälle und Trockentoilette bildeten Elemente der Einladung, im urbanen Kontext Stuttgarts den eigenen Körper in den natürlichen Kreislauf einzubeziehen und einen ersten Schritt zur Beschäftigung mit versteckten oder unaussprechlichen Aspekten unseres Alltags zu tun.
Unsere Ausscheidungen bergen viele nützliche Nährstoffe für Pflanzen, und seit Urzeiten verwendet die Menschheit sie für die Landwirtschaft wieder.
Die Intention der Übung ist es, unsere Werte zu hinterfragen und möglicherweise zu verändern.
Die Künstlerin wünscht sich, dass Teilnehmende die Erfahrung machen, dass Körperausscheidungen weder schmutzig noch beschämend sind. Darüberhinaus mag man im Umgang mit Material, das als unwert angesehen wird, eine persönliche Rolle in Prozessen der Natur (wieder-)entdecken, die durch soziale und technische Fortschritte vergessen oder unterdrückt wird.

Mit freundlicher Unterstützung von
 em      &          tria (www.triaterra.de)


Initial-Aktion Samstag, 17. März, 19.00 Uhr
vorbereitende Einführungs-Veranstaltung Sonntag, 11. März, 16.00 bis 17.00 Uhr
Ausstellung aufgrund der Fermentierungsdauer verschoben auf Juli 2013.
stz
Stuttgarter Zeitung vom 17. 3. 2012


A basic exercise
Ayumi Matsuzaka

On the Night of Museums, the artist Ayumi Matsuzaka has invited the public to bring along or spontaneously donate nutrients produced by their own body and allow them (for a small symbolic service fee) to be transformed into their own personal fertiliser. During the year, participants (and general public) will be able to follow the transformation process. On completion of the composting process each participant will be given a pot with a special flower that has been grown in the fertiliser that they helped make.
The artist will introduce participants and interested members of the public to a method of producing Amazonian dark soil that pays particular attention to hygiene and prevention of disease.
A delicious, rich, homemade smorgasbord, compost bin and composting toilet are all elements of an invitation to integrate one's own body into the natural cycle in the urban context of Stuttgart and to take the first step towards dealing with hidden and unmentionable aspects of our everyday lives.
Our bodily excretions contain many useful nutrients for plants, and humans have recycled it for agricultural purposes since the beginning of time.
This project aims to challenge and possibly change our values.
The artist wants participants to experience that body waste is neither dirty nor embarrassing. Furthermore, she hopes that by dealing with a material that is considered worthless people can (re-)discover their personal role in processes of nature that have been forgotten or repressed by social and technological progress.

Supported by tria (www.triaterra.de) &em

First Event, Saturday, 17th March, 7 pm - 2 am
Exhibition postponed because of composting duration to July 2013




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