Oberwelt e.V. Reinsburgstrasse 93 D 70197 Stuttgart Tel. + Fax: +49 711 6150013 Email: kontakt[at]oberwelt.de Web: www.oberwelt.de


parti

gruppe
Die anwesenden Partizipationalant/innen

Einstimmungs-Plenum unterm roten Schirm von becoming German


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Thomas Ulm: Interaktive Diktate
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beni: freies schach

vorne: Joanne Moar: becoming German und "Gib mir Deine Stimme"
im Hintergrund: Joachim Peter: Geldaufwertung durch kreative Bearbeitung

Aufwertung eines Geldscheins durch Näharbeit
weitere Beispiele

DeinKlub/DeinKlon: Sichtung / Dreharbeiten von Wotorwoerld Teil 4: Down to Wetland
wwscreenshots
Poly Schaufenster: Die Karlsruher Rahmen - Standbilder des Außendrehs auf der UND #6 im März 2011


tisch des freien schach mit Schachuhr von Ukiyo Camera Systems

becomwand
Infowand und Datenerfassung von "becoming German" &
"Gib mir Deine Stimme"

dikt
Textsammlung für interaktive Diktate
text


Franchise-Stand von Mythos-Grill / Matthias Schamp für
Pommes-Schnitz-Wettbewerb


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pomm06
pomm04

"P" von Jörg Buchmann weitere Beispiele
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Julia Wenz: Par-T-shirt
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Performance von Jörg Buchmann


Verlesung der von Köperl/Winkler mit dem Partizipationsmobil 12 neu geworbenen Oberwelt-Mitglieder


Doku-Video von PPR-experience von Köperl/Winkler
Kundenbetriebene Rikscha in Dehli









Erste Internationale Partizipationale



MKZ\\\\\ - Oberwelt e.V. zu Gast bei Poly, Karlsruhe, Viktoriastraße 9
mit
Joanne Moar
Matthias Schamp MYTHOS GRILL
Julia Wenz
Jörg Buchmann
Thomas Ulm
Joachim Peter
Stephan Köperl
Sylvia Winkler

Freies Schach
DeinKlub/DeinKlon WOTORWOERLD
Bruno Girard / ArtBFC
                                                                                                                      polylogokl



(english)Seit hunderten von Jahren glotzen wir auf Kunst. Seit hundert Jahren ist die Kunst nicht mehr (nur) Kino und wir vollziehen auch anders nach; wir glotzen trotzdem.

Dann die Befreiung: Medienkunst prägt den Begriff und das Versprechen von Interaktivität.
Endlich mitmachen können und selber autoriell aktiv werden.
Echter Dialog und Kunst-Demokratie.
Partizipation und Teilhabe.

Und dann die Enttäuschung:

Schon die in Aussicht gestellten Spielanlässe erscheinen uns als läppisch;
Spielregeln als Zumutung;
die Kanalisation der schweifend interpretierenden Kraft des Betrachters als Einengung;
der Zwang, sich durch linear strukturierte Zusammenhänge zu arbeiten, als ermüdend und nervtötend...
Die Angebote napfen sich an unsere Sinne, die Sensations-Zotten digitaler Spiegelkabinette drängen sich uns ins erweiterungsbebrillte Gesicht.

Einen oder nicht mal einen Blumentopf zu gewinnen für die Begeisterung, dass einem eine Maschine auf Knopfdruck ein Signal hinspeit?

Es bleibt nicht bei Knöpfen. Im ZKM waren wir jahrelang aufgefordert, lebende Pflanzen zu streicheln oder anzutippen, um digitale Bilder von größeren oder zierlicheren Sträußen auf einer Videoleinwand zu erzeugen. Die empfindenden Organismen waren als Touch-Medium über Elektroden mit dem Animationsprogramm verbunden.
Die immer wieder in kürzester Zeit grausam zugerichteten grünen Kommunikations-Sklaven dokumentierten auf ergreifende Weise die dominante Frage des hospitalisierten Benutzer-Publikums: Wie stark erweitere ich meinen (wie bewusst?) vermissten Gestaltungsspielraum durch Entwurzelung oder Entlaubung - also Zerstörung?
Die Topf-Pflanze als Opferlamm oder der zarte Gitterstab im Programmknast.

Birgt ein solches Setting ausreichend konstruktive Kritik an der Mainstream-Realität von Second Life und Ego-shooter?

Wie mechanistisch ist das Kommunikationsbild der Medien-Szene? Machen Medien-künstler zwangsläufig sich (und uns) zu großen Kindern im Bilderzoo der elektronischen Reproduktionsapparate?
Leistet Medienkunst wirklich Vergewisserung über die ambivalenten Potentiale der Technik? Oder biedert sie sich nur als avantgardistische Kundschaft an die Medien-Industrie an und tut nichts weiter, als den Konsum der neuen Möglichkeiten pseudo-philosophisch aufzuladen und zu adeln?
Inwieweit wäre im Rahmen menschlicher Kommunikation die Verwechslung von Antworten mit Programmschritten das Ende der Utopie von Verständigung? Verständigung, definiert als der unwahrscheinliche Fall, dass sie über jeweils "programmierte" Vorverständnisse der Kommunikationspartner hinausweist.
Beginnt emanzipatorische Kunst nicht gerade erst in diesem Feld?

Wir erinnern uns an die Öde der außerkünstlerischen Zwangspartizipation des Alltags. Vom Wahlknopf zum Wahlkreuz. Sediert von den Umspülungen unserer Fußschemel durch devot dargereichte, ansprechend aufbereitete Häppchen aus dem seichten Strom von Informations-Brei. Ihnen gelingt die Simulation, unser Fernseh-Sessel sei der Thron des demokratischen Souverän.

Im Schatten des Leuchtturms des Karlsruher /////ZKM sieht Oberwelt Stuttgart mit MKZ\\\\\ eine Gelegenheit, das Pferd nochmal ganz neu von einer anderen Seite her aufzuzäumen.

Mit Denkansätzen, Angeboten und Spielideen, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben, oder mit Neuen Impulsen (NI) für Neue Menschlichkeit (NM).
Mitmachen muss sich wieder lohnen. Aus gemeinschaftlich erzeugten Bildern soll jeder etwas mitnehmen.
Die Erste Internationale Partizipationale wird sich redlich mühen, die Welt zu verändern.

Samstag 28. Mai, 19.00 Uhr
Poly Galerie Karlsruhe, Viktoriastraße 9








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MKZ\\\\\ Erste Internationale Partizipationale

Oberwelt as guest of Poly Karlsruhe




28th May 7.00 pm




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